Dienstag, 23. Februar 2016

Telperion und Laurelin

 

Telperion und Laurelin sind nach Tolkiens Silmarillion die beiden Lichtbäume Valinors, aus deren Blüte und Frucht nach ihrer Zerstörunge Sonne und Mond geschaffen wurden. Diese Geschichte hat mich bereits beim ersten Lesen des Silmarillions schwer fasziniert. Als mein Freund und ich im Winter einen Sofatisch bauten und über einen Tischläufer diskutierten, musste ich sofort daran denken. 
Diesen Sonntag  machte ich mich schließlich motiviert ans Werk, wie ihr bei den sieben Sachen bereits sehen konntet. Der Tischläufer besteht aus einem grauen Leinen-Baumwoll-Gemisch (der Stoff knittert schon beim Ansehen...) mit Nadelstreifen sowie einem Rest Häkelspitze. Auf die Enden, die über die Tischkanten hängen, sollten dann Telperion und Laurelin appliziert werden. Für die Applikation wählte ich einen Rest Kunstleder, da dieses ja nicht ausfranst und nähte es mit Stopfgarn aus dem Nachlass meiner Oma auf: Laurelin, der feuriggolden leuchtete, mit sonnengelbem, Telperion, aus dem der Mond entstand, mit graublauem Garn. Alleine sahen die Bäume noch zu nackt aus, weswegen ich jeweils zwei Rauten mit Blüten hinzufügte. 
Danach war ich schon etwas zufriedener, aber die große, kahle Fläche auf dem Tisch gefiel mir nicht. Spontan kam ich auf die Idee, sie mit Mondphasen zu füllen, die thematisch schließlich mit den beiden Bäumen Valinors hamonieren. Also wurden rasch entsprechende Formen aus dem Kunstleder zugeschnitten, wobei ich aus Platzgründen einige Zwischenstufen wegließ. Zufälligerweise passt der Stoff, wie ich finde, dafür sogar ziemlich gut, da die marmorierte Struktur entfernt an die Oberfläche des Mondes erinnert.



 

Ein paar Worte zum Tisch sollen an dieser Stelle auch nicht fehlen. Im Baumarkt haben der Freund und ich uns für massive Eiche entschieden, die natürlich überhaupt nicht zum Laminat passt - langfristig kommt unter den Tisch vermutlich ein kleiner Teppich, um diesen Umstand etwas zu vertuschen. An sich fügt er sich aber sehr gut in die Ecke mit Sofa und dem Fantasynteil unsererr Bücher ein. Weil mein Freund immer genervt  von Handarbeitskram war, der auf dem Sofa herumflog, sollte der Tisch nicht nur als reine Abstellfläche dienen, sondern zusätzlichen Stauraum schaffen. In dem großen Korb hausen nun meine gesammelten Wollvorräte, in den beiden Puzzleboxen fliegt Kleinkram herum.


Beim Läufer habe ich lediglich das Versäubern der Kanten und das Umnähen der Seiten  mit der Nähmaschine vorgenommen, alles andere war reine Handarbeit, weshalb ich recht lange gebraucht habe. Mit dem endgültigen Ergebnis, welches ich gleich noch behutsam von der Rückseite bügeln sollte, bin ich sehr zufrieden; auf jeden Fall spuken in meinem Kopf schon mehrere Ideen für passende Kissenhüllen herum. Die Katze scheint der gleichen Meinung zu sein, da sie es sich bereits mehrmals - und so lange liegt der Läufer noch nicht auf dem Tisch - darauf bequem gemacht hat. Meistens wird wohl aber eine Tasse Tee auf selbstgenähten Untersetzern diesen Platz einnehmen.


Verlinkt beim CreaDienstag.

Sonntag, 21. Februar 2016

Sieben Sachen

Heute zeige ich euch wieder einmal sieben Dinge, für die ich diesen Sonntag meine Hände gebraucht habe. Dieses Mal sieht es wieder etwas handarbeitslastiger aus, da ich Donnerstag meine letzte Klausur des Semesters abgeben konnte. Wie der heutige Tag bei Anderen aussah, verrät euch ein Blick zu Grinsestern. 



1. Während mein Freund am Morgen Pfannkuchen anbriet, widmete ich mich dem  Kaffeekochen. Da wir letztens eine Kaffeemühle abstauben konnten, nahm das etwas mehr Zeit in Anspruch als gewöhnlich. Wir experimentieren momentan ein wenig, was das Kosten-Nutzen-Bequemlichkeits-Verhältnis von frisch gemahlenem Kaffee angeht und tendieren dazu, die Mühle auch weiterhin in Betrieb zu halten. 


 2. Danach wurden die fertigen Pfannkuchen mit Schokocreme bestrichen. Manchmal darf es auch ungesund sein.


3. Nach dem Frühstück war ich fleißig und habe Spitze festgesteckt.  Wofür, seht ihr hoffentlich am Dienstag. 


4. Für dasselbe Projekt habe ich mit einer leicht rostigen Nagelschere ein filigranes Papierbäumchen ausgeschnitten. Natürlich ohne zu fluchen... :D 


6. Anschließend habe ich mich meinem aktuellen Strickprojekt gewidmet und koordinierte Löcher fabriziert. Es wird der Spring Cardigan aus dekadenter, aber extrem weicher Tussahseide.  Wegen des teuren Materials und einem Experiment - das Blättermuster musste weichen - war ich sogar artig und habe eine Lifeline eingezogen. 


6. Den Nachmittag wollte ich dann lesend auf den Sessel am Fenster verbringen. Während der Tee 
zog, legte ich das Buch schon mal bereit und Gimli begab sich ebenfalls in Position. 


8. Daraufhin wurde noch ein Stövchen mit Teelichtern präpariert und für hübsch befunden.


Und wie war euer Wochenende? (: