Donnerstag, 28. Januar 2016

Tüllblume


Entgegen meiner Erwartungen wurde diesen Monat doch noch eine genähte Kleinigkeit fertig. Der Korpus der Tasche entstand schon kurz vor Weihnachten, sodass eigentlich nur noch eine einfache Klappe sowie Träger nötig gewesen wären. Völlig schlicht wurde das Ergebnis jedoch nicht, ich konnte mir nicht verkneifen, Verzierungen unterzubringen. Dafür habe ich in den Taschendeckel aus Wollstoff ein florales Muster geschnitten, ihn mit Tüll verstürzt und beide Lagen mittels Stabperlen, etlichen Münzen, einer Holzperle und zwei kleinen violetten Perlen verbunden.

  
Die Tasche ist übrigens gänzlich aus Resten entstanden: Der Wollstoff ist noch von der Jacke meines Freundes übrig, Verschlussriegel und Tragegurt entstanden aus einer ausgemusterten Jeans. Bei der Innenverarbeitung habe ich mich gegen ein Futter entschieden und stattdessen die Nahtzugaben und offenen Kanten mit Schrägbandresten eingefasst, während der Tüll sein früheres Leben als Gardine in meinem Kinderzimmer fristete. Sämtliche Perlen sind Reste vom Hippie-Swap und die beiden schönen Knöpfe bekam ich mal geschenkt. 



Größentechnisch habe ich die Tasche so gestaltet, dass bequem ein Collegeblock und mehrere Bücher hinein passen. Im Unialltag ist sie mir daher schon ein treuer Begleiter geworden. Wenn die Tasche frei hat, führt sie - wie man auf den Bildern gut erkennen kann - eine innige Beziehung mit den Haaren meiner Katze und jeder Art von Flusen. ;)


Donnerstag, 21. Januar 2016

Hovineidon hienommat

 

Momentan komme ich neben der Uni leider nicht viel anderem als den Haushalt und Schlafen. Trotzdem konnte ich Dienstag vor meinem ersten Seminar schnell ein paar Bilder von meinem jüngsten Stashabbauprojekt knipsen und sie euch heute zeigen. Leider waren die Lichtverhältnisse nicht optimal, sodass ihr euch beim Betrachten der Bilder am besten ein kräftiges Currygelb vorstellt. Gelb fällt natürlich nicht ansatzweise in mein Farbschema, das Garn - Lana Grossa Meilenweit - wurde ursprünglich für den Hippie-Swap im Sommer angeschafft. Aber zum Glück bin ich bei Socken ziemlich schmerzbefreit, ich besitze sogar ein knallpinkes Paar mit blauem Leomuster, die mal aus der Sockenkiste meiner Schwester zu mir gewandert sind. ;)


 

Dafür habe ich  immerhin ein Sockenmuster verwendet, welches schon seit gefühlten Ewigkeiten in meinen Favoriten befindet, nämlich Hovineidon hienommat von Tiina Kuu. An sich ist das ein schönes Muster, es ist weder übermäßig langweilig noch schwer und man kann es sich leicht einprägen. Allerdings finde ich die Passform nicht optimal: für mein Paar habe ich schon etwas kleinere Nadeln benutzt, also Stärke 2,75 anstelle von 3, bei Schuhgröße 39 sitzen die Socken dennoch recht locker. Allerdings habe ich diesen Umstand auch nicht als störend genug gefunden, um deswegen aufzuribbeln.




Bei dem aktuellen Wintereinbruch sind warme Socken in sommerlichen Farben sowieso nicht das schlechteste, obwohl ich wohl zu den Menschen gehören, die sich jedes Mal über Schnee freuen. (Wahrscheinlich, weil ich mittlerweile weder Pendler bin noch Schneeschippen muss und neben einer gut funktionierenden Heizung sitze.) Wie viel Schnee liegt momentan bei euch? Freut ihr euch darüber oder seid ihr genervt?


Donnerstag, 14. Januar 2016

Das Lübeckkleid

 

Heute zeige ich euch tatsächlich schon eine erste gewagte Neuerung, die 2016 in meinem Kleiderschrank Einzug gehalten hat: dunkelgrau!
Den Strickstoff mit dezentem  Zickzack-Muster habe ich ja letzten Herbst zufälligerweise auf dem Stoffmarkt in Lübeck gefunden, falls ihr euch erinnert, und um Neujahr herum wurde daraus schließlich ein kuscheliges Kleid für mich.  Beim Schnitt habe ich mich an einem Modell aus der Ottobre Woman 5/2012 orientiert.



 

Beim Versäubern des Ausschnitts kam ich noch auf die Idee, auf der Rückseite ein Stück Spitze einzufassen, das ich mal mit Schwarztee eingefärbt habe. Alles in allem war das Kleid entspannt an einem Abend zu nähen und gemessen an diesem minimalen Zeitaufwand bin ich ausgesprochen zufrieden damit. Deshalb verlinke ich es auch bei RUMS. :)








Dienstag, 5. Januar 2016

Kein ganz neues Geschenk


 

Zu seinem runden Geburtstag  bekam mein Freund von mir eine selbstgenähte Winterjacke. Das war Mitte November und am Wochenende bin kamen wir endlich dazu, Bilder auf einem verschneiten Balkon zu machen.



Jap, Frau Katze klettert auf Schultern...



Verwendet habe ich einen Schnitt  137 aus der Burda 10/2010, allerdings als Download-Schnitt. Ich habe die Taschen abgewandelt, mir die Riegel an den Ärmeln gespart und kein Band in der Taille eingefügt. Außerdem habe ich anstelle von Druckknöpfen richtige Knöpfe verwendet, da ich diese einfach schöner finde. Wie das zweite Bild erahnen lässt, habe ich auf halber Höhe noch eine Leistentasche eingebaut, da mein Freund für gewöhnlich den halben Haushalt und Proberaum mit sich herumschleppt. ;)
Der verwendete Stoff ist das Wollgemisch, welches ich günstig auf dem Stoffmarkt in Lübeck ergattern konnte. Die Knöpfe und das Futterstoff hat sich mein Freund selbst ausgesucht, wobei er sich für ein graues Gemisch aus Leine und Baumwolle mit weißen Nadelstreifen entschieden hat. Zum Glück ließen sich beide Stoffe sehr angenehm verarbeitet. Dabei habe ich, wie man auf dem Eingangsbild sieht, die zusammengefasste Nahtzugaben noch einmal abgesteppt.


Obgleich ich mit dem Ergebnis nicht gänzlich zufrieden war, trägt mein Freund sie wirklich gerne. (Wobei er beim Hammer of Doom direkt den Garderobenzettel verloren hat und hart diskutieren musste, um sie wieder zurückzubekommen :D) 
Schließlich komme ich noch zur Erklärungen der zahlreichen Fussel und Haare auf der Jacke: wird sie  auch nur für einige Sekunden abgelegt, legt sich die Katze darauf und verteidigt sie hartnäckig als ihr rechtmäßiges Revier. Daher wurde längst aufgegeben, die Jacke permantent fusselfrei zu halten.


Verlinkt beim CreaDienstag

Sonntag, 3. Januar 2016

Sieben Sachen

Auch am ersten Wochenende des neuen Jahres zeige ich euch wieder sieben Dinge, für die ich an diesem Sonntag meine Hände gebraucht habe. Gesammelt werden die Sieben Sachen bei Grinsestern. 

 

1. Mein Tag begann sogar noch vor dem Frühstück mit Stricken, denn als ich um fünf Uhr aufwachte, konnte nicht mehr wieder einschlafen... ehrlicherweise habe ich das Bild nachträglich bei Tageslicht geknipst. Dennoch seht ihr somit auch meinen einzigen Neujahrsvorsatz, der lautet, sämtliche Wolle aus meinem Stash zu tilgen, bei deren Produktion vermutlich Mulesing betrieben wurde. Also brauche ich momentan ein konventionell gefertigtes Sockengarn auf, indem ich Socken in für mich untypischer Farbe stricke. Diese kommen erfreulicherweise sehr schnell voran: obwohl ich erst gestern begonnen habe, bin ich heute Abend schon mit der Ferse beschäftigt.


2. Danach war ich fleißig und habe eine Übersetzung für die Uni niedergeschrieben, denn allmählich setzt die Klausurenpanik ein. 


3. Später, irgendwann gegen elf, habe ich nicht nur einen Kuchen gebacken, sondern auch meinem Freund geholfen,  sehr frühzeitig unser Abendessen vorzubereiten. Also habe vegetarische Füllung in Teig gehüllt, um Maultaschen herzustellen.


4. Anschließend habe ich mich einem Haarstab gewidmet. Die cremefarbene Fläche an dessen Ende gefiel nicht mehr, also wurde sie spontan mit schwarzem Nagellack verdeckt.


5. Mit dem vorher erwähnten Kuchen düsten wir dann zu den Eltern meines Freudes und bekamen dort zusätzlich Waffeln serviert. Auf dem verschneiten Balkon habe ich dann ein winterliches Nähprojekt dokumentiert. Dabei habe ich dann dem dortigen Kater zugewunken, der uns aufgeregt beobachtete. Wir hätten  ihn ja gerne rausgelassen, aber der Schnee war ihm anscheinend zu unbequem.


6. Wieder zu Hause angelangt versuchte ich, eine bereits gravierte Plexiglasscheibe mittels einer Feile einem Rahmen anzupassen, denn sie wurde leider etwas zu groß zugeschnitten. Allerdings dauerte das sehr lange, sodass ich nächstes Wochenende vermutlich auf eine Schleifmaschine zurückgreifen muss. 


7. Vor dem Abendessen habe ich in einem meiner Weihnachtsgeschenke geblättert, einer Comicadapation des Hobbits und dabei eine Tasse Tee getrunken. 

Auch die Nähmaschine ratterte, ebenso wie ich noch etwas Klavier gespielt habe und natürlich die Katze geflauscht wurde. Morgen werde ich hoffentlich die Gelegenheit zu einem Schneespaziergang nutzen können, da mein Freund und ich noch frei haben. Hat der Winter bei euch auch eine Schneedecke und frostige Temperaturen hinterlassen?