Donnerstag, 31. Dezember 2015

Silvester



Für eine Weile habe ich mit dem Gedanken eines Jahresrückblicks gespielt, diesen allerdings wieder verworfen. Stattdessen möchte ich mich für sämtliche eurer sehr lieben Kommentare bedanken, die ihr im Laufe des Jahres geschrieben habt und Euch allen einen guten Rutsch wünschen!

Dienstag, 29. Dezember 2015

Weihnachtsgeschenke

Über die Weihnachtszeit habe ich eine Woche sehr schönen Heimaturlaub verbracht. Chronologisch betrachtet bin ich über einen märchenhaften Weihnachtsmarkt auf Schloß Britz geschlendert,  habe die Weihnachtsaufführung meiner alten Schule besucht, mit Kaffee, Gebäck und einem guten Gespräch über die Havel geblickt, den neuen Star Wars-Film in Originalfassung geschaut und mir immer noch keine Meinung darüber gebildet und erstmalig Eisstockschießen gespielt.
Unterm Strich betrachtet hatte ich also eine sehr schöne Zeit, in der es zufälligerweise auch noch Geschenke gab. Selber habe ich vorallem sehr viele tolle Bücher bekommen, "Alice in Wonderland" auf Isländisch und eine Comicfassung des Hobbits beispielsweise, aber zeigen mag ich euch nur die Geschenke, die ich anderen gemacht habe. Diese sind mal wieder ausschließlich eigene Werkeleien.



 Für meine beste Freundin habe ich fingerlose Handschuhe gestrickt, genauer gesagt  Ruku von Narniel of Endor aus kuscheliger violetter Merinowolle. Weil die beschenkte etwas längere Finger hat als ich, sollten die Stulpen an ihr auch besser sitzen.



Kommen wir zu den Geschenken für meinen Freund. Eigentlich sollte er nur oben gezeigten Cowl aus schwarzen Resten bekommen, den ich auf einer 5er-Nadel nach eigener Vorstellung in Fischgrät- und Wabenmuster gestaltet habe. Das sollte eigentlich reichen, denn zum Geburtstag bekam er ja schon eine selbstgenähte Jacke (Bilder folgen demnächst. Versprochen!). Allerdings schenkte er mir dann überraschenderweise etwas zum Nikolau, sodass ich mein ursprüngliches Weihnachtsgeschenk herausrückte und mir etwas Neues überlegte.
Dieses Neue wurden dann tomatenrote Aragornse nach Janneke Maat. Verwendet habe ich ein 100 Gramm Lana Grossa Meilenweit Fashion Neon sowie etwas Zitron Trekking Hand Art Tweed für die Zehenspitzen, weil meine Küchenwaage mir die Angst vermittelte, das Garn könnte nicht reichen. Die verwendete Ferse ist anders als bei meinen bisherigen Socken, passt meinem Freund aber perfekt.
 

Mein Vater bekam das einzige genähte Weihnachtsgeschenk, nämlich ein kleines Kopfkissen in den Farben seines Lieblingsvereins DSC Arminia Bielefeld. Gefüllt ist es mit einem alten Bettlaken, wodurch es eine festere Konsistenz hat als gängige Kissen und somit auch zweckdienlicher ist - Autobahnfahrten verbringt mein Vater nämlich prinzipiell schlafend und mit deutlich zu vernehmdem Schnarchen auf dem Beifahrersitz, wobei ihm dieses Kissen in Zukunft mehr Bequemlichkeit verschaffen soll.  Das Schrägband habe ich noch am Heiligabend bei einem Märchenfilm und einer Folge von Michel aus Lönneberga angenäht, während der Rest meiner Familie fromm in die Kirche ging und mein Freund Zutaten für das Raclette schnippelte. Leider ist die Schrägbandeinfassung nicht besonders schön geworden, aber mein Vater hat sich dennoch gefreut. 


Im Gegensatz dazu habe ich das Weihnachtsgeschenk für meine Mutter bereits im Sommer fertiggestellt. Aus zwölf Knäuel Alpaka Baby Bulky von fairAlpaka, einem Rest hellgrauem Alpaka und zwei Knäuel Lana Grossa Arioso in weiß wurde auf ihren Wunsch hin ein Poncho mit Norwegermuster. Das Muster, welches sie sich ausgesucht hatte, ist Nordic Autumn von Drops. Mich treibt das Stricken mit mehren Farben immer in den Wahnsinn, sodass dieses Geschenk für meine Mutter eine große Herausforderung für mich war, die ziemlich an meinen Nerven gezerrt hat. Glücklicherweise hat sich meine Mutter sehr darüber gefreut.


Aus dem übrig gebliebenen Knäuel Lana Grossa Arioso habe ich kuschelige Bett- und Haussocken für meine Schwester gestrickt. Dabei handelt es sich um die Patchwork Weasley Socks von Erica Lueder. 

Jetzt genieße ich es, wieder Dinge für mich nähen und basteln zu können. In den zwei Tagen zu Hause habe ich schon einen Sofatisch gebaut, ein Kleid genäht und ein neues Strickprojekt für mich begonnen. Heute werde ich wohl ein paar alte Aktenordner in ein schöneres Gewand hüllen und vielleicht ein Bandshirt für die Silvesterfeier am Donnerstag umoperieren.
Genießt die letzten Tage des Jahres!


Sonntag, 13. Dezember 2015

Sieben Sachen

Kurz vor Toreschluss möchte ich euch noch sieben Sachen zeigen, für die ich heute meine Hände gebraucht habe. Andere Sieben-Sachen-Sonntage findet ihr wie immer bei Grinsestern.

 1. Gestern Abend überkam mich das Verlangen nach nerdigen Schneeflocken für die Fenster und habe daher ein Exemplar aus Greyjoy-Kraken ausgeschnitten. Nach dem Frühstück heute morgen habe ich sie dann auch wirklich an das Fenster geklebt. 


2. Danach war ich fleißig und habe etwas für die Uni getan. Für meinen Norwegisch-Kurs erledigte ich eine Aufgabe zu kreativem Schreiben, die sogar Blogrelevantes ankratzt, ich habe nämlich Handarbeit als Thema gewählt. 
 

3. Mit Hilfe meines Freunds habe ich schließlich ein Loch unter eine Schräge gebohrt, um Befestigungen für Vorhänge daran anzubringen.  Das hätte ich mir allerdings getrost sparen können, denn der Bohrer war zu klein für  Dübel und Schrauben. Also müssen die Vorhänge noch etwas warten. 


4. Anschließend gab es Mittagessen, welches in gewisserweise eine Generalprobe für Weihnachten war.  Bis ich mit zwölf Vegetarierin wurde, gab es in meiner Familie nämlich immer Schnitzeltopf an Heiligabend, also Schnitzel, die in einer Sahnesauce ziehen und dann im Ofen gebacken werden. Nun haben mein Freund und ich uns daran gemacht, das Rezept vegetarisch abzuwandeln. Zum Glück war das Ergebnis wirklich sehr lecker. 


5. Weil der Plan zu den Vorhängen nicht aufging, wollte ich noch etwas anderes für unsere Wohnung tun und habe eine Zeichnung mit Figuren aus einem meiner Lieblingsfilme begonnen; sie soll später das Wohnzimmer zieren. Wenn es so weit ist, werde ich wohl noch Näheres zum Film sagen. 

 6. Nachmittags zog ich ein neues Buch und eine CD aus dem Regal, um es mir auf dem Sofa gemütlich zu machen. Leider scheint Blogspot heute das Querformat des Bildes nicht zu mögen. ;)


7. Am Ende des Adventssonntages habe ich noch an einer Socke gestrickt, sodass nun lediglich noch die Zehen fehlen! Die Farbe gefällt mir ausgesprochen gut, in Wirklichkeit ist sie etwas blaustichiger und kräftiger als auf dem Bild.

Außerdem war ich heute im Kino, habe Klavier gespielt und ein wenig genäht, hatte also einen sehr entspannten und schönen Sonntag. Ich hoffe, euer Tag war ebenso angenehm!


Donnerstag, 3. Dezember 2015

Von dem Teufel mit den drei goldenen Haaren


Vor einer Weile gelang es mir, über anderthalb Kilometer Lacegarn günstig im Internet zu ersteigern. Davon habe ich die ersten achthundert Meter glitzerndes Schwarz den Herbst über zu einem großen Dreieckstuch verarbeitet.
Das Garn besteht aus drei unverzwirnten Fäden unterschiedlicher Stärke, wovon der dickste aus schwarzem Merino und der dünnste aus goldenem Polyester besteht. Da sich bei der Auktion kein Verweis auf eine Marke finden ließ, kann ich zu meinem Material nicht mehr sagen, außer, dass ich es mit 3er-Nadeln verstrickt habe. Stattdessen kann ich jedoch auf eine fantastische Anleitung verweisen, nämlich Fylleryd von Mia Rinde. Das Strickmuster ist nicht nur wunderschön, kostenlos und in drei Größen verfügbar, sondern darüber hinaus auch noch einfach zu stricken. Einzig und allein die Nupps, also diese kleinen, hübschen Knubbel in den bogenförmigen Musterteilen, sind für Laceanfänger vielleicht ungewohnt, aber mit etwas Übung gut zu meistern.





 




Zwischenzeitlich war ich beim Stricken sehr skeptisch, wie begeistert ich von dem Tuch sein soll. Die Spitzen am Ende habe ich dann aufgrund eines akuten Ungeduldsanfalls nur über die Hälfte der eigentlich angedachten Reihengestrickt. Als ich das gewaschene und gespannte Tuch schließlich in der Hand hielt, fand ich es wider meiner Erwartungen ziemlich hübsch - das Muster kam gut zur Geltung und die Zipfel am Rand gefielen mir. Nachdem ich as Tuch heute vormittag zu einem Seminar und einem Kaffee ausgeführt habe, war von den Zipfeln allerdings nicht mehr viel zu sehen  - wie ihr an den Bildern unschwer erkennen könnt. 
Trotzdem habe ich mich entschieden, mein Fylleryd zu mögen. Nicht unwesentlich dazu beigetragen hat sicherlich die Assoziation mit einem meiner grimm'schen Lieblingsmärchen, die das Garn in mir beim Verstricken weckte und mich auch zu dem Titel des heutigen Posts verleitet hat.


Habt ein angenehmes Wochenende und einen schönen zweiten Advent!

 Verlinkt bei RUMS