Sonntag, 29. November 2015

Sieben Sachen

Nachdem ich die letzten Wochenenden häufiger unterwegs war, habe ich dieses verregnte Novemberwochenende mit vielen Heißgetränken zu Hause verbracht. Daher konnte ich mir die Zeit genommen, wieder einmal sieben Sachen zu dokumentieren, für die ich diesen Sonntag meine Hände gebraucht habe. Andere sieben Sachen findet ihr bei Grinsestern. 


1. Morgens wollte ich als erstes die restlichen Einkäufe des Vortags wegsortieren und musste dafür ständig die Katze zur Seite setzen, die der Verlockung einer Kiste einfach nicht widerstehen konnte.


2. Als das getan war, konnten mein Freund und ich  den Hefezopf vom Samstag zu armen Rittern verwandeln, die ich schließlich mit Zimt und Zucker bestreut habe.


3. Später durften sich meine Finger über Gitarrensaiten bewegen.


4. Danach habe ich meine neueste Errungenschaft ins Bücherregal sortiert. "A Series of Unfortunate Events" habe ich schon vor Jahren verschlungen, allerdings waren die Bücher nur eine Leihgabe. Deswegen musste ich sofort zuschlagen, als ich eine gebrauchte Ausgabe der Reihe kürzlich günstig im Internet entdecke.


5. Am Nachmittag des ersten Advents habe ich schließlich sogar etwas Weihnachtliches getan, nachdem ich weder Deko noch Adventskranz besitze: nach viel Kneten konnte ich je ein Blech Pfeffernüsse und Schwarz-Weiß-Gebäck aus dem Ofen ziehen.


6. Deko habe ich später sogar angebracht, einen Teil meiner Postkartensammlung klebte ich an unseren Vorratsschrank. Ich finde große,  weiße Flächen sehr unschön und habe daher das chronische Bedürfniss, sie zu dekorieren.

7. Schließlich wurden noch die Fäden meines Lacetuchs vernäht. Dem gönne ich gleich ein Bad, bevor ich es in Form spanne.

Jetzt werde ich mir noch einen Tee kochen, etwas Klavier spielen und Texte für die Uni lesen. Habt noch einen schönen Abend!

Donnerstag, 19. November 2015

Prokrastinieren für Fortgeschrittene


Die besten Einfälle für Nähprojekte kommen einem bekanntlich immer dann, wenn man sich theoretisch anderen Dingen widmen sollte. Mittlerweile habe ich es ganz gut unter Kontrolle, Prokrastionationsbedürfnissen nicht nachzugeben. Während ich heute jedoch isländische Verbformen lernen wollte, überkam mich dennoch das akute Bedürfnis, dies mit Hilfe einer Vokabelkartentasche zu tun.


 

 

 Also habe ich mir die Stoffe vom Cathedral Window-Kissen sowie einen burtonesquen Schrägbandrest geschnappt und schnell eine genäht. Das Kartenfach, welches für mehr Höhe in Falten gelegt ist, habe ich unsichtbar von Hand angenäht und den Prozess so auf gut eine Stunde ausgedehnt. Da die ersten Kärtchen bereits beschrieben sind und nun liebevoll von einer Horde kichernder Feen bewacht werden, verbuche ich die Aktion als Erfolg und kann nun beruhigt weiterlernen. Oder schon mal den Eintopf für heute Abend kochen. ;)

 

Verlinkt bei RUMS.

Donnerstag, 12. November 2015

Lanthir Lamath


Wenn Strickmuster einen Tolkienbezug haben, sei es auch nur der Name, haben sie mich meistens direkt geködert. So geschah es auch mit Lantir Lamath, einer kostenpflichtigen Anleitung für einen Kapuzenschal. Sogar das passende Garn hatte ich vorrätig, nämlich mehrere Knäuel von Seehawer & Siebert Pisa, die von meiner Strickjacke übrig blieben. Es reichte sogar noch, um passende Fäustlinge zu stricken.

Für einen Kapuzenschal habe ich mich entschieden, da dieser dutt- und frisurkompatibler ist als eine gewöhnliche Mütze. Um die entsprechende Nadelstäre zu erreichen, habe ich das Sockengarn für den Kapuzenschal gedoppelt verstrickt. Dank der 5er-Nadeln und des einfachen Musters war der Schal dann auch in kürzester Zeit gestrickt.

  


 


Wohlgemerkt, er war schnell fertig gestrickt, nicht insgesamt fertig, denn nach dem Spannen habe ich den Schal noch gefüttert. Einerseits gelang es so, die unschöne Seite zu vertuschen, andererseits gefiel mir die Kombination des mittelerdigen Zopfmusters und dem rustikale Karomuster sehr gut.



Für die passenden Handschuhe musste ich dann improvisieren. Mit einfach genommener Sockenwolle schlug ich ein Bündchen in Perlmuster an und fügte dann die restlichen Musterabschnitte aneinander, wobei noch linke Maschen für den Daumen zugenommen wurden. Wer an Details interessiert ist, dem helfen vielleicht meine Notizen bei Ravelry.

Leider ist es mir zur Zeit noch zu warm für wollige Winteraccessoires, bis dahin muss ich mich also damit vergnügen meine Werke bei RUMS zu verlinken.

Dienstag, 10. November 2015

Souvenirs aus Buchhaim


Dank Uni und zwei größeren Projekten in Form von Lacetuch und Winterjacke stelle ich momentan nicht allzu viele Dinge fertig. Für Instant-Erfolg habe ich das Wochenende daher für zwei Kleinigkeiten genutzt.
Zum Einen habe ich eine Müslischale mit Buchlingen und ihrer Lieblingsbeschäftigung verziert. Da ich mich mit der gekrümmten Oberfläche etwas dämlich angestellt habe, sind einige Linien nicht besonders gleichmäßig geworden. Allerdings werde ich die Schale wohl nur im verschlafenen Zustand benutzen, insofern ist das nicht weiter dramatisch.

 Zweitens habe ich mich weiteren weihnachtlichen Basteleien gewidmet. Neben den üblichen Geschenken möchte ich auch einen Adventskalender bestücken, der einiges Selbstgemachtes beinhalten soll. Also habe ich ein leeres Marmeladenglas mit Sockenwolle und einem Ajourmuster umhüllt, wodurch es in Zukunft als Windlicht fungieren wird. Wenn man wie in Buchhaim von Büchern oder wie die Beschenkte von verspielten Katzen umgeben ist, sind Windlichter schließlich  die einzige halbwegs sichere Form des Kerzenlichts.


Habt eine angenehme Woche! 

Verlinkt beim CreaDienstag.