Dienstag, 28. Juli 2015

Zum Umgang mit Drachen


Was würden wir heute wohl machen, hätten wir als Kinder nicht fleißig in Fantasybüchern gelesen. Nicht einmal die grundlegendsten Weisheiten zum Kontakt mit fantastischen Wesen wären uns wohl bekannt. So dürfte den meisten von euch vermutlich auch das Motto Hogwarts' bekannt sein, das sich ja etwa mit "Kitzle niemals einen schlafenden Drachen" übersetzen lässt.
Da ich momentan viel freie Zeit zur Verfügung habe und diese nutze, um unsere Wohnung einerseits zu entrümpeln und darüber hinaus zu verschönern, kam mir in den Sinn, ein Kreuzstichbild anzufertigen. So eins wie die, welche die Küche meiner Großeltern verzierten.
Also entstand mit Kreuz- und Plattstichen Dekoration für die Küchenwand, die dringend Kontakt zu einem Bügeleisen braucht. Das blaue Garn ist übrigens von meiner Oma ererbtes Stopfgarn, wo wir eben von ihrer Küche sprachen.


Jetzt bin ich vom Sticken ungefähr so angetan wie vom Patchworken und mag noch viel mehr damit arbeiten - vermutlich werden sich die ganzen Ideen wieder gegenseitig blockieren, sodass im Endeffekt gar nichts zu stande kommt. Trotzdem mache ich mich gleich auf den Weg in die Stadt, um Stoffe für ein neues Patchworkprojekt zu besorgen. Mal sehen, wann ich das tatsächlich umsetze. ;)

Außerdem gibt es mal wieder eine Verlinkung zum CreaDienstag. 
Habt eine schöne Woche!

Donnerstag, 23. Juli 2015

Die graue Eminenz auf meinem Sofa


Nachdem alle meine Klausuren geschrieben sind und bereits erste, glücklicherweise positive Ergebnisse eintrudeln, habe ich mir die Freude bereitet, eine neue Technik auszuprobieren, nämlich Patchwork. Für den Anfang habe ich ein einfaches Muster - insofern man einfache Quadrate überhaupt als solches bezeichnen kann, eine kleine Grundfläche und die Nähmaschine als Instrument der Wahl ausgesucht.  Nachträglich habe ich von Hand noch zwei kleine Rauten aus einer alten Jeans appliziert.


 Aufgenäht habe ich das ganze dann auf eine Bluse, die ich irgendwann einmal auf einem Trödel gekauft habe. Eigentlich hat sie mir nie gepasst und ich war immer zu faul, sie umzunähen. Daher bekam sie ein neues Leben als Rückseite einer Kissenhülle, wo sich sich mit ihren Knöpfen und Raffungen recht ansehnlich macht.

Gequiltet (Oder bestickt? Ich habe kein voluminöses Zwischenfutter verwendet.) habe ich mit Resten von Farbverlaufslacegarn, dieses Mal ebenfalls händisch.


Auf jeden Fall habe ich nun nicht nur ein neues Sofakissen, das mich jeden Morgen erfreut, sondern schiebe schon fleißig Ideen für weitere, aufwändigere Projekte durch meine Gehirnwindungen. Daher verlinke ich mal wieder zu RUMS, obwohl es sich dieses Mal um kein Kleidungsstück handelt. Wenn ich nun schlafen gehe, stiftet die frisch geborene graue Eminenz meine anderen Sofakissen hoffentlich nicht zu schlimmem Unsinn an. ;)

Donnerstag, 16. Juli 2015

Äquinoktium


 Schon vor zwei Jahren stieß ich während des Stöberns bei Ravelry auf die Anleitung für den traumhaften Vernal Equinox Shawl Surprise von Lankakomero und natürlich wanderte die Schönheit sofort zu meinen Favoriten. Tatsächlich kam das Projekt aber erst diesen Frühling auf die Nadeln, kurz vor Beginn meiner Vorlesungszeit.  Obwohl das Tuch bereits lange vor den ersten Hitzewellen und Gewittern des Sommers fertig gestrickt war, kann ich das Tuch erst heute vorstellen, an einem Tag mit mehreren Prüfungen und in der letzten Woche der Vorlesungszeit. Diese lange Verzögerung liegt daran, dass ich Gestrick prinzipiell nur bei längerer Abwesenheit unserer Katze und speziell in dieser Größenordnung nur auf unserem Bett spannen kann. Außerdem mussten bei einem Ausflug zur Sababurg noch dem Gegenstand angemessene Bilder geschossen werden.



Gestrickt habe ich mit Rosy Green Wool Cheeky Joy in der großartig benannten Farbvariante "Black Cat" auf einer 5er-Nadel. (Hierdurch wäre also auch die Größe des Tuchs erklärt.) Da das im Internet bestellte Garn nicht gänzlich ausreichte, habe ich bei der hiesigen Wolloma noch Garn mit dezenten, silbrigen Glitzerfäden gekauft - dennoch fehlen die letzte Muster, auch, weil das Tuch ansonsten sehr unpraktische Ausmaße angenommen hätte.
Natürlich konnte ich es mir nicht verkneifen, eine weitere Änderung vorzunehmen. So habe ich dem Tuch noch Armausschnitte, damit ich es als Weste tragen kann. Dadurch kommt zum Einen der kleine Wasserfall auf meinem Rücken zustande. Andererseits hindern mich meine alltäglichen Beschäftigungen leider und unverschämterweise daran, dauerhaft mit Laceflügeln herum zu laufen. Jenseits der Reichweite von Kameras trage ich die Weste also für gewöhnlichmit einem Taillengürtel.




Natürlich haben sich Fehler in die Weste eingeschlichen, aber dennoch bin ich recht zufrieden damit. Irgendwie ist es sehr befriedigend zu sehen, mittlerweile Projekte realisieren zu können, die ich vor zwei Jahren noch schüchtern aus der Ferne bewundert habe. Deshalb verlinke ich Äquinoktium auch bei RUMS. 

Nun gönne mir nach dem prüfungslastigen Tag etwas Ruhe, bevor ich mich morgen weiterhin dem Lernen widme. Habt ein schönes Wochenende!


Donnerstag, 9. Juli 2015

Alltagswahnsinn



Nach einer ersten Prüfung heute Vormittag, beginnt nun meine Klausurenphase. Somit reduziert sich zwar einerseits meine Freizeit auf ein theoretisches Minimum, dagegen steigt die Prokrastinationsrate aber erheblich an. So schrubbe ich im Moment zum Beispiel fleißig unsere Ausgüsseoder gehe auf harmlose Schiller-Büsten vom Trödel los. Ganz brutal mit einem eigentlich viel zu groben Porzellanstift. Der Gute bekam nämlich rasch ein Corpsepaint verpasst, das mein Gehirn meinem inneren Auge irgendwie erheblich schöner vorgegaukelt hatte.
Trotz des niedrigen Zeitaufwands und der noch geringeren Erwartungen macht sich die Büste auf unserem Plattenregal recht gut, wie ich finde.  Und genau deshalb liebe ich derartig winzige Projektchen mit garantiertem Erfolg so sehr.