Freitag, 29. März 2013

Weltuntergangsvorbereitungen

Für meine Osterferien hatte ich mir, speziell in Hinsicht auf's Ragnarök, einige Nähprojekte vorgenommen, unter anderem eine kleine, praktische Tasche für mehr oder weniger absolute Notwendigkeiten.
Natürlich wäre einfach nur eine Tasche zu nähen viel zu schlicht gewesen, also mutierte das niedliche Täschchen zu einem Beinholster aus Cord, Kunstleder und Tartantaft. ;)

  


Die Basis des Holsters bildet ein Cordrechteck, auf dem eine Tasche aus Kunstleder mit Krokoprägung angesetzt ist, welche durch einen nicht photographierten Reißverschluß und eine Cordklappe verschloßen wird. Zum Schließen der Klappe selber habe ich eine zugebenermaßen etwas schlecht gemachte Yoyo-Brosche, nach einer Idee von Frau Liebe und Fund bei Noctua, mit Spitzenbortenanhang und Uniformknopf gebastelt. Da diese mit einer Sicherheitsnadel befestigt wird, und ich dem Kunstleder nicht unnötig zusetzen wollte, landete noch ein schmale Lasche Spitze darauf, damit die Sicherheitsnadel daran eingehakt werden kann.
Als Rückseite habe ich ein Rechteck aus Futtertaft verwendet, und sowohl Basis als auch Futter mit Kunstleder eingefasst. Mittels einiger Cordstreifen wurden dann vier D-Ringe befestigt, an welchen wiederum die Karabiner mit den Gurten, ehemals ein billiger Gürtel gewesen,  angebracht werden.

Schlußendlich noch mal schlechte Bilder von der getragenen Konstruktion:

(Das ist übrigens meine einzige farbige Hose. ;) )

Sonntag, 17. März 2013

Krakenkolonne


Schon vor einigen Monaten habe ich mir bei einer der gängigen günstigen Modeketten ein grau-meliertes Basicshirt mit dem Hintergedanken gekauft, es einmal umzugestalten. Eine konkrete Idee fand sich dann auch relativ schnell - nur die Umsetzung ließ auf sich warten. 
Jetzt habe ich es aber endlich mal geschafft, tatsächlich in nur gut einer Stunde Arbeitszeit, einige Kraken auf das Shirt zu stempeln (nicht zu schablonieren, wohlgemerkt, diesbezüglich bin ich für die nächste Zeit wohl erst einmal von meinem Sleepy Hollow-Top traumatisiert ;)) Abgesehen davon, dass ich die Herstellung des Stempels aus Moosgummi und Pappe deutlich angenehmer fand als die einer Schablone aus Folie, gefällt mir,  die Unregelmäßigkeit des Farbauftrags, der bei allen vier Kraken stark unterschiedlich ausfällt, ziemlich gut, aus welchen Gründen auch immer.
Der rote Streifen am Saum ist übrigens ein Stück Ankerschrägband, besser erkennbar hier, dass ich noch schnell von Hand angenäht hatte.




 

Etwas länger habe ich dann gebraucht, um dieses paar fingerlose Handschuhe aus den Resten meines Eulenrocks zu stricken.: 


 Für ein Strickprojekt ging das ganze aber trotzdem schnell, und ich bin glücklich, was das Verhältnis von Arbeitsaufwand und Zufriedenheit mit dem Ergebnis angeht. ;)

Montag, 11. März 2013

Relikte einer Kitschphase

Aus welchen Gründen auch immer,. am Wochende hatte ich eine dezente Kitschphase.

Resultat Nummer 1 ist ein Steampunk-Gruftkitsch-Hybrid, bestehend aus einem zweiteiligen Cordsattel, der an jeder Seite mit jeweils drei Uniformknöpfen und einer Schnürung verschlossen wird. Zudem habe ich an den sichtbaren Längskanten noch eine - auf den Bildern leider nicht sichtbare - schwarze Spitzenborte befestigt.
Das Material für den Rockteil spendierte eine schwarzromantische Bluse mit Grabstein-Print, aus der ich wohl in vielfacher Hinsicht herausgewachsen bin ;)
Hinten hatte das Oberteil einen niedlich zugespitzen Saum, den ich letztendlich auch beibehalten habe.




 Das zweite Produkt besagter Phase deckt hingegen eher den Bereich jugendstilinspirierten Fantasykitschs ab. Da mein Zimmer eindeutig noch nicht ausreichend mit Tolkien-Bezügen zugekleistert ist, habe ich aus einem Rest schwarzer Pappe und einigen Pailetten (ebenfalls nicht sichbar, mein Photographie-Talent ist wirklich unglaublich) noch ein von Nenya beeinflusstes Blumenornament gebastelt. Gleichmäßigkeit aus Elbenhand sieht vermutlich anders aus, aber ich mag's.


Samstag, 2. März 2013

Burton'sche Abenddämmerung



Da meine Vorzeichnung der Motive des "Sleepy Hollow"-Tops, die ich auf einem mittlerweile stark zerknitterten Papierabschnitt einer Butterbrotpapierrolle angefertigt hatte, demnächst in den Müll wandern wird, und mich wieder einmal die Lust auf eine schnell erledigte Bastelei ergriff, wurden die Motive kurzer Hand in einem Windlicht verwurschtelt. Dafür  habe ich die Schattenrisse auf schwarzen Karton übertragen, diese mit Mühe, Not und einer Nagelschere ausgeschnitten, mit eigentlich kirschrotem Transparentpapier hinterlegt und die vier Teile mittels einigerPappreste miteinander verbunden. 
Mit einer elektrischen Kerze als Lichtquelle finde ich den Effekt im Dunkeln wirklich recht ansehnlich.
Öffnet man schließlich noch die Vorhänge und setzt sich damit der Gefahr aus, angesichts des Tageslichts zu Asche zu zerfallen, enthüllt sich einem übrigens folgender Anblick ;)