Sonntag, 24. Februar 2013

Der Geist der Weihnacht

... kehrt angesichts des zur Zeit stetigen Schneegestöbers wieder bei mir ein, und zwingt mich nun dazu, meine Familie zu beschenken. ;)

 Zum einen habe ich das Stirnband für meine Schwester zu Ende gestrickt, und, als sich herausstellte, dass mein Ziel Wollresteabbau noch lange nicht erreicht war, noch eine Mütze hinterhergeschoben.
Weil die Wolle, eigentlich zwei unterschiedliche Garne, die nebeneinander- herlaufend verarbeitet werden, eine so unruhige Farbe hat, entschied ich mich dafür, letzteres Teil glatt rechts zu stricken. Als kleinen Anspruchsausgleich habe ich immerhin meinen allerersten italienischen Anschlag ganz passabel hinbekommen.

 


Nach der nussfarbenen Wolle kommen wir zum schokoladigen "Geschenk" für meine Mutter, bevor die letzten Krümel davon vernichtet worden sind:

 

                                                                      
                                                                  Le wunderbare Torte.
Da der Rest meiner anwesenden, nicht selbst geburtstaghabenden Familie noch weniger backen kann als ich, durfte ich mich also um den Geburtstagskuchen kümmern. Dabei entstand eine unglaublich kalorienarme Abwandlung der bei Werkelwut entdeckten Death by Chocolate-Torte, die in meiner Version neben massenweise weißer Schokolade mindestens ebenso viele Kokosflocken und Raffaelo-Trümmer enthält.


Schließlich war ich noch ein bisschen nett zu mir selber, und habe mir einen Schnitt für mein neues Nähprojekt bestellt, welches schon in der Ideenfindungsphase liebevoll "Copycat-Karobluse" getauft wurde.
Als Grundlage des Oberteils soll dieser Tunika-Schnitt von burdastyle dienen, wobei einige Abwandlungen geplant sind, beim Material war ich zur Abwechslung mal ganz mutig und habe tatsächlich etwas Buntes gekauft:



 An dem Tartanmuster liebe ich den Grad des weiß-braun-blau Kontrasts und die leicht verwaschene Optik, und zu den Knöpfen muss ich wohl nicht mehr viel sagen ;)

Um den durschnittlichen Anteil eigentlich blog-irrelevanten Zeugs auch in diesem Post nicht zu unterschreiten, hier noch  das morgens schnell aus dem Küchenfenster geknipste Beweisphoto, dass es momentan tatsächlich Schnee an der Spree gibt:



Freitag, 22. Februar 2013

Fleece auf Identitätssuche

Vor einiger Zeit habe ich am Maybachufer ja zwei Meter Thermofleece ergattern könne, schwarz, unendlich flauschig und mit acht Euro pro laufendem Meter ziemlich preiswert.Wenn der arme Stoff sich bloß damals schon bewusst gewesen wäre, später einmal zu einem überkurzen Pullover-Cape-Mutanten verarbeitet zu werden ;)

 


Tragevariante 2

Für den Schnitt habe ich  wiedereinmal ein Jackenschnittmuster aus der Ottobre Woman 5/12 abgewandelt, und ein Capeteil daran gebastelt. Um das Innenleben letzterens zu verstecken, habe ich es noch mit einem Rest auf meinen langsam, aber stetig wachsenden Stoffvorräten gefüttert. In diesem Futter steckt übrigens der mit Abstand größte Aufwand des ganzen undefinierten Kleidungsstücks, da ich die Naht zur Fixierung am erweiterten Halsauschnitt komplett von Hand genäht habe. Meine Spezialdisziplin... Dafür, dass ich diese Aufgabe normalerweise so hasse, lief es in diesem Durchgang erstäunlich gut.



Eine kleine Besonderheit habe ich auch noch an den Ärmeln eingebaut. 
Da ich vermutlich ein winziges Stückchen kleiner bin als die durchschnittliche deutsche Frau, aber trotzdem halbwegs normale proportiert bin, sind mir die von Schnittmusterheften vorgesehenen Ärmel grundsätzlich um Kilometer zu lang. Im Normalfall nehme ich dieses Zuviel an Länge aber erst in den allerletzen Zügen weg, zu mal ich etwas längere Ärmel eh ganz gut leiden kann.
So kam mir dann während des Nähens die Idee, die Ärmelnähte wieder einen Spaltbreit zu öffnen, die Kanten umzunähen und somit ein Daumenloch zu schaffen:
Bequemlichkeitsbonus hoch fünf.

Ein schönes Wochende euch allen! :)




Donnerstag, 14. Februar 2013

Heads are rolling

Gestern habe ich mich endlich dazu aufraffen könne, die letzten Nähte am "Sleepy Hollow"-Top machen zu können. Zwar hatte ich sehr motiviert damit begonne, aber es kristallisierte sich zu rasch heraus, dass es mir nicht meinen Vorstellungen entsprechend gelingen würde, um mich noch großartig in die Fertigstellung reinzuhängen.
Meine Ansprüche haben sich mittlerweile darauf reduziert, dass Oberteil einfach nur fertigzustellen. Habe ich geschafft, wirklich glücklich mit dem Teil bin ich jedoch nicht. Das ist natürlich reichlich ärgerlich, momentan aber nicht zu ändern. Vielleicht werde ich die Idee ja irgendwann noch einmal aufgreifen, wenn ich mich eher in der Lage sehe, sie auch angemessen umzusetzen.
 
              Nur zur groben Orientierung: so sehen die Farben bei mit einem Blick
aus dem Fenster ganz gut einzuschätzenden Lichtverhältnissen in Wirklichkeit
aus. Der Rest der Bilder ist ein wenig überbelichtet. 

 Aber wie dem auch sei, konstruktive Kritik soll man ja immer mit dem Positiven beginnen.
Also, liebes Ich, ich mag an deinem Top das Motiv darauf.







Ursprünglich war es zwar mal als Stencilmotiv angedacht, aber wie ich ja schon bei den Vorüberlegungen festgehalten habe, liegt mir diese Technik nicht sonderlich.
Diese Feststellung zu übergehen resultierte dann in einem fast beendeten Unterteil, welches nach einiger Mühe und verzweifelten Rettungsversuchen im Müll landete. Dezent frustriert musste also ein neues Unterteil genäht werden, was ich dann auch zähneknirschend getan und das Teil dabei ziemlich verbockt habe, wie sich am Ende noch zeigen sollte. Dazu aber später im Post mehr. Weil ich keine Lust auf einen zweiten gescheiten Ansatz im Schablonieren mehr hatte, habe ich die Motive freihand mit einer Tube schwarzer Plusterfarbe, die glücklicherweise noch bei mir zuhause herum flog, auf den Stoff gebracht. In den Olymp meiner Lieblingszeichenmaterialien werde ich diese Art Farbe wahrscheinlich nicht mehr erheben, aber das Ergebnis gefällt mir.

Nun aber zu der ausschlaggebenden negativen Seite des Kleidungsstücks, nämlich dem Sitz des Tops.
Das Unterteil ist um die Hüfte herum zu eng, an der Taille zu weit  und grunsätzlich zu lang geworden, das geschnürte Oberteil wirkt in meiner Version ein wenig oberweiteanullierend; insgesamt also einfach extremst unvorteilhaft und eindeutig mit einem "Argh"-Effekt belegt.

Aber Not macht bekanntlich erfinderisch, und so habe ich festgestellt, dass sich ein Großteil der Falten und der seltsamen Passform ganz passabel unter einem Taillenkorsett  verstecken lassen, hier mal nur probeweise übergezogen:


Wirklich glücklich bin ich mit dem fertigen Projekt also nicht, aber solange ich es gelegentlich tragen, meine Fehler irgendwann als "Erfahrung" abstempeln können und stets eine hilfsbereite Person beim An- und Ausziehen zur Hand haben werde, möchte ich auch nicht meckern.  ;)




PS.: Wo wir gerade ohnehin schon bei Tim Burton sind, muss ich noch mal loswerden, dass sein neuer Film zur Abwechslung mal wieder echt gelungen ist und es sich definitv lohnt, dafür ins Kino zu gehen! ;)





Sonntag, 10. Februar 2013

Das runde Dings mit dem Vogel da

... das im Januar schon mal angedeutet wurde...





... ist ein dezent improvisiert-zusammengestümperter Rock mit einem Eulenmuster nach dieser Anleitung geworden. Aus der grünen Merinowolle, aus der die Eulen gestrickt sind, habe ich noch Gürtelschlaufen gehäkelt, die auf dem ersten Bild dank Überbelichtung nur zu erahnen sind.
Gelernt habe ich bei dem Projekt, zum einen, zweifarbige Muster stricken gar nicht so schwer ist, wie ich dachte, und auf der anderen Seite eher zu meinem Leidwesen, dass sich glatt rechts nicht nur an vertikalen Kanten einrollt. Aus zweiter Hand hätte mir dieses Wissen auch gereicht...

Und weil niemand erraten hat, was ich mit der Wolle geplant habe, habe ich auch schon eine Idee zur Resteverwertung entwickelt.
Als nächstes werde ich aber mal wieder etwas für meine kleine Schwester nadeln, nämlich das "Bandeau Karo"-Stirnband von Aléfil. Viel Lust habe ich da gerade eigentlich nicht darauf, aber da das Garn relativ dick und das Muster nicht so wahnsinnig schwer ist, werde ich hoffentlich schnell damit fertig werden. :)