Donnerstag, 31. Januar 2013

Schöner Wohnen, gefühlte Ausgabe 3.719

Liebste Grüße aus dem Land der wetterbedingten Motivationslosigkeit ;)

Die letzten Tage habe ich mal wieder einige Kleinigkeiten an Zimmerdekoration gebastelt.
Einmal habe ich einen Bilderrahmen mit Portraits meiner Lieblingsautoren zuzüglich Lemony Snicket gestaltet. Im Hintergrund erkennt man jeweils eines ihrer Werke in meiner formschöne, wunderbar lesbaren Handschrift, über die sich noch nie in meinem Leben ein einziger Lehrer beschwert hat:

Tada. Es ist so schön geworden, dass ich es noch nicht mal aufgehängt habe.


Okay, dann noch einmal eine Detailaufnahme für meine Sockenfresserzeichnung. Eisgekalt von demjenigen abgekupfert, der die Skizzen für Pratchetts "Hogfather"-Verfilmung angefertigt hat.



Dann habe ich noch ein Mobilé gebastelt, an denen Origami-Eulen aus Zeitungspapier, Ramsch und Troddeln aus einem Sockengarn mit schönem Farbverlauf baumeln:



An den anderen beiden Anhängseln habe ich einmal einen winzigen, roten Elefanten befestigt, den ich als Kind glaube ich mal auf einem Trödel erstanden habe sowie einen einsamen Steampunkohrhänger, dessen Gegenstück mir leider abhanden gekommen ist.
Eigentlich habe ich die drei Schnüre bewusst ungleich lang gestaltet, allerdings wird der Effekt dieser Bemühung dadurch geschluckt, dass die gesamte Konstruktion nicht ganz ausbalanciert ist und deshalb eine leichte Schieflage einnimmt.
Der Rahmen an dem das Ganze aufgehängt ist, besteht übrigens lediglich aus drei zusammengesteckten Strohhalmen, welche ich eng mit billigen Acrylgarn aus meinem Wollvorrat umwickelt habe. Bin mal gespannt, wie lange das hält.


Sehr lange ist es ja noch nicht her, dass ich die Kissen gezeigt habe, die ich zu Weihnachten verschenkt hatte, aber der erste Nachtrag ist schon eingetrudelt.
Der wahre Herr im Hause von Ms Schottlandtick hat sein Kissen nämlich schon beschlagnahmt, für bequem befunden und sich beim Daraufherumräkeln photographieren lassen:

 


Diesen Song konnte ich euch einfach nicht vorenthalten, nachdem ich mein Vertrauen in die deutsche Post doch nicht verloren habe, das entsprechende Album nach mehr als der doppelten angegeben Versandzeit doch noch bei mir eingetroffen ist und er bei mir nun ständig läuft ;)


Mittwoch, 16. Januar 2013

Von Streifen und Monstern

In der letzten Zeit war ich näh- und handarbeitstechnisch zwar verhältnismäßig motiviert, hatte aber irgendwie trotzdem keine Lust, mich mit größeren, zeitfressenderen Projekten auseinander zu setzen. Diese Stimmung habe ich letztendlich genutzt , um einige kleinere Ideen in die Tat umzusetzen:

 

Das aufwändigste Stück ist eigentlich diese Kalenderhülle aus Cord- und irgendein-Streifenstoffresten. Sie ist mit schwarzem Wollstoff gefüttert und mit einem kleinen Rechteck desselben Stoffs, auf das ich mit Perlgarn noch Jahreszahl gestümpert habe, verziert. Meine Hausaufgabeneinträge sehen jetzt immerhin ein klein wenig netter aus. ;)



 Außerdem habe ich noch extremst professionell Leinwände mit Stoff bezogen, um frühere Schandtaten zu verdecken. Für Variante links habe ich einen Rest des London-Dekostoffs verwendet, rechts dient ein Stück eines schwereren Karostoff eines nie zu Ende genähten Hemds als Basis, um darauf  mit Textil ein Sherlock-Holmes-Profil zurecht zu matschen stenciln.



Weil meine Schwester letzten ein wenig moralische Unterstützung zum in die Tasche stecken brauchte, habe ich ihr noch ein Fusselmonster aus Kunstfell genäht. Dabei habe ich ein bisschen Wert auf die Details gelegt: der Luftmaschenkettenschal ist meine erste Häkelwerk überhaupt und aus einer Polyester-Wolle, aus der ich meiner Schwester schon mal eine Mütze gestrickt habe. Den Stecker am linken Ohr habe ich selber einmal getragen, bis ich das Gegenstück dazu verloren habe.


Danach war ich so angetan von meinen Häkelkünsten, dass ich mir noch schnell ein Armband aus einem schwarzen Lederband, einer Sicherheitsnadeln als Verschluß und einer norwegischen Krone gebastelt. Tatsächlich habe ich mir das Geldstück sogar allein mit dem Hintergrundgedanken aufbewahrt, es mal für ein DIY-Projekt zu verwenden, mit dem Loch drängt sich einem diese Idee ja praktisch auf. ;)

 Und zu guter letzt möchte ich mit diesem hübschen Türmchen noch eine geheimnisvolle Andeutung auf ein neu angefangenes Strickprojekt machen, hab ja nicht schon genug laufende Projekte:
Es wird in großen Runden gestrickt und hat mit Vögeln zu tun. Wer richtig errät was es wird, kriegt sämtliche bei diesem Projekt anfallenden unverwertbare Wollreste geschenkt. ;)

Donnerstag, 10. Januar 2013

Lieblingsbücher 2012

Letztens habe ich auf einem anderen Blog eine Auflistung der Lieblingsbücher des Vergangenjahres gesehen. Weil ich die Idee ziemlich nett fand, habe ich sie mir einfach mal geklaut, bevor es zu spät für soetwas ist.
Die Reihenfolge der Bücher ist übrigens zufällig und keine Wertung.

1. E. T. A Hoffmann - Der Sandmann
Ein Klassiker, der wohl keine großen Erläuterungen mehr braucht. Abgesehen davon, dass ich schon vorm Lesen des Roman ein leichtes Faible für Automaten hatte, liebe ich den fließenden Übergang zwischen Realität und Phantasie und die sich daraus ergebende Vielzahl an Interpretationsmöglichkeiten.

2. Lemony Snicket - A Series Of Unfortunate Events

Eigentlich eine Buchreihe, die sich über 13 Bände und zwei ergänzende Bücher erstreckt. Über diese Menge von Veröffentlichungen verteilen sich zwar einige Hoch- als auch Tiefpunkte und mit der Zeit werden die Bücher vorhersehbar, aber alles in allem werden mir die extrem skurrilen, anspielungsreichen und eigenartig erzählten Romane wohl sehr positiv in Erinnerung bleiben.
 
(Die ersten drei Bände der Reihe wurden 2004 in einen, wie jedenfalls ich finde, sehr gelungen in einen Film umgesetzt.)


3. J. R. R. Tolkien - Hobbiten

An dieser Stelle muss ich glaube ich auch nicht mehr viel schreiben, außer, dass es glaube ich keine geeignetere (reale) Sprache als Norwegisch geben kann, um dieses Buch zu lesen.

4. Oscar Wilde - The Picture Of Dorian Gray

5. Jules Verne - 20.000 Meilen unter dem Meer

So viele geniale Ideen, fesselnder Erzählstil, selbst Massen an Fakten und Zahlen werden in diesem  Buch interessant. Zusätzlich habe ich  eine Ausgabe mit Originalillustrationen erwischt, die ganz fantastisch aussahen.

6. Jonathan L. Howard - Johannes Cabal. The Necromancer

Johannes Cabal tauschte beim Teufel seine Seele dafür ein, Totenbeschwörer zu werden. Als er seine Seele später jedoch wieder lieber zurückhätte, geht er eine Wette mit dem Teufel ein: mit Hilfe eines alten Jahrmarkts muss er innerhalb eines Jahres hundert Seelen finden, die er dem Teufel als Gegenleistung für seine eigene anbieten kann.
Die Geschichte ist zwar weder herausragend spannend noch nennenswert gruselig, aber für mich, mit meiner Freunde an schwarzem Humor und Lovecraft, ziemlich lesenwert.
Leider bin ich noch nicht dazu gekommen, mich mit den Folgebänden "The Detective" und "The Fear Institute" auseinanderzusetzen.

7. Marey Shelley - Frankenstein


8.  Terry Pratchett - Die Farben der Magie

Der Auftaktwerk der Scheibenweltromane, und eindeutig eines meiner Lieblingsscheibenweltbücher. Neben den Todromanen. Und den Stadtwachenromanen. Und den Zaubererromanen. ;)

9. H.P. Lovecraft - The Lurking Fear

Kein Roman, aber trotzdem in besonderer Erinnerung geblieben, als eine der ersten Lovecraftgeschichten, die ich mir auf Englisch zugetraut habe, und gut allemal.

10. Cherie Priest - Boneshaker

Das einzige Buch in dieser Auflistung, dem ich bewusst eine Platzierung zugeordnet hat.  Bei der Fusion von Luftschiffen und Zombies gefielen mir die Ideen an sich zwar verdammt gut, aber an der Ausführung in Form von Erzählstil und Ausarbeitung der Charaktere hat es für mich etwas gehapert.
Obwohl ich das Jahr über eindeutig etliche bessere Bücher gelesen habe, war der Roman irgendwie trotzdem  einer der ersten, der mir in den Sinn kam, als ich an die Lektüre des vergangenen Jahres gedacht habe. Außerdem wollte ich hier nicht noch ein Buch hinschreiben, dass ihr eh schon alle kennt ;).





Sonntag, 6. Januar 2013

Aus dem Nachlass eines Weihnachtswichtels

Zu den im Dezember gezeigten Weihnachtsgeschenken hatte ich ja schon angemerkt, dass meine Auflistung noch unvollständig war. Ich hatte nämlich noch Geschenke für zwei Freundinnen parat, die ich erst zu einem späteren Zeitpunkt überreicht habe und daher noch nicht zeigen konnte.

Da beide Beschenkten gemeinsam haben, etwas fanatisch nach einem bestimmten Land zu sein, habe ich für sie jeweils einen Kissenbezug mit entsprechender Landesflagge gestaltet.

Einmal für Ms Schottland-Tick:

Das Bild ist Silvester enstanden. Entschuldigung genug? ;)

Für die Rückseite habe ich in einem schwarzen Rahmen ein Rechteck des Tartanmusterstoffs, der mir schon als Jackenfutter diente und von entsprechender Freundin als schön befunden wurde.
Die Vorderseite folgt einem ähnlichen Schema, nur habe ich auf des karierte Rechteck noch ein Andreaskreuz appliziert, welches aus einem in Form geschnittenen Stück blauem Jersey besteht, auf dem ich mich mit weißer Textilfarbe ausgetobt habe. Ursprünglich hatte ich geplant, die schottische Flagge komplett zu patchworken, aber dank Zeit-, Material- und Talentmangel (ihr glaubt gar nicht, wie verkrüppelt mein Versuchsergebnis aussah ;) ) musste ich auf die Alternatvie mit Stoffmalfarbe zurückgreifen. Dadurch ist das Kissen jetzt leider nicht mehr besonderes weich, aber gefreut hat sich die Beschenkte glücklicherweise trotzdem. :)

Kissen Nr. 2 für Ms Finnland-Tick war zum Glück deutlich unkomplizierter:



Schrägband als Borte per Hand aufnähen, Rechtecke wieder mit Maschine zusammennähen, Reißverschluß einsetzen, über eine gebrochene Nähmaschinennadel an dieser Stelle ärgen, fertig, übergeben, dicke Umarmung einkassieren. So einfach ist das. ;)
Auf dem Schrägband sind übrigens etwas burtonesque Totenköpfe und Schnörkel dargestellt, besser erkennbar in diesem Post.

Im Gegenzug hat Ms Finnland-Tick mir übrigens dieses Kerlchen gebastelt:



Dienstag, 1. Januar 2013

The same procedure as every month


Nachdem ich mir schon den ziemlich weit verbreiteten Überblick über die im vergangenen Jahr gebloggten Projekte gespart habe, weil es sich einfach noch nicht gelohnt hätte, habe ich immerhin einen Neujahrsvorsatz, der wenigstens ein bisschen Blogrelevanz besitzt:
Ich möchte wieder mehr Zeichnen. Berichte von meiner Irrfahrt drohen zu folgen.
Davon dann aber ein andern mal, jetzt kommen wir erstmal zur selben Prozedur wie jeden Monat, hier die Projekte, die ich für die nächsten vier Wochen geplant habe:
 
1. Übergangsjacke

Am Maybachufer habe ich letztens ziemlich preiswerten, aber qualtitativ guten schwarzen Fleece ergattert, mit dem Plan, daraus dem noch ein Kleidungsstück zu nähen, dass ich bei niedrigeren Temperaturen über kurzärmelige Oberteile anziehen kann. Konkreter wurde mein Plan kaum - Internet und Schnittmusterhefte wollten mir keine Lösung ausspucken, die mir richtig zusagen. Schließlich war dan ein bisschen Eigenhirn gefordert, und ich habe schnell mal das hier skizziert:

Jap. Scanqualität ist bescheiden. ;)

Idee vier ist, auch wenn meine Zeichenkünste da zu versagen begonnen haben, meine Liebste, dicht gefolgt von Nr. 3.
2. angefangene größere Projekte beenden

Namentlich einmal das "Sleepy Hollow"-Top und das Lace-Tuch, das ich im Herbst begonnen habe und dessen Fortschritt jetzt schon seit einiger Zeit ein völlig verknotetes Garnknäuel im Wege steht.

 Ansonsten hoffe ich natürlich, dass ihr Sylvester alle wohlbehalten überstanden habt und diesen Zustand über das neue Jahr halten werdet ;)