Sonntag, 28. Oktober 2012

Hallo, Frau Langstrumpf!

Noch ein Häkchen für meine Oktober-Vorhaben-Liste, meine überlangen Stulpen sind nämlich fertig geworden.

Keine Sorge, meine Beine sind noch vollkommen intakt ;)


Die Teile haben sich ziemlich schnell gestrickt, wenn man mal die Zeit abzieht, in der ich Motivation für den zweiten Stulpen sammeln musste. Bei der benötigten Wollmenge hat die Beratung im Laden allerdings reichlich daneben gehauen: letztendlich habe ich vier Knäuel von insgesamt acht verstrickt, und noch etwa drei Meter vom Fünften benötigt. Was ich aus dem fünften Rad am Wagen mache, muss ich mal gucken, die anderen drei lassen sich glücklicherweise umtauschen.
Das Muster der Stulpen, was sich auf dem zweiten, überbelichteten Bild leider nicht so gut erkennen lässt, wie ich es gehofft hatte, wiederholt sich auf der Rückseite, wobei beide Einheiten durch zwei Blöcke linker Maschen getrennt sind.  Es besteht schräg verlaufenden Schrägen, die symmetrisch um eine Mittelachse angeordnet sind. 
Beide Abschlüsse habe ich abwechselnd links-rechts gestrickt, und am oberen Bündchen von Hand ein Gummiband eingenäht, damit die Teile nicht durch ständiges in-Richtung-der-Kniekehle-Rutschen nerven.

Außerdem habe ich mich dieses Wochenende zum ersten Mal in diesem Jahr meine Schrumpfmaschine und die weiße Vollbartattrappe verwendet, um Julenisse zu spielen: 

1. Reihe v.l.n.r.: Pflauem, Kaffeebohnen, Ingwer, süßlicher Apfel
2. Reihe v.l.n.r.: Wodka, Bourbon-Whisky
3. Reihe: ausreichend (in diesem Fall über-)große Gefäße

Für einen Teil meiner Verwandschaft setzte ich dieses Jahr nämlich Likör nach diesem Grundrezept  an. 
Hat mich gestern eine gute Stunde schnippeln, hacken und schütten gekostet, jetzt muss ich noch mal einen bzw zwei Monate einfach nur warten, dann kann die Liköre filtrieren, abfüllen und verschenken.



Freitag, 26. Oktober 2012

Topsy-turvy, once again

Noch ein Post, in dem ich alles mögliche bunt durcheinander gewürfelt habe. ;)

Als Erstes können wir schon mal ein kleines Häkchen an mein "Schaaaals!"-Vorhaben für den Oktober setzen.




Das rot-schwarze Tuch zu unterst ist ein Loop, welchen ich aus einem alten Fransenschal, den mir meine Mutter abgetreten hat, genäht habe. (Übrigens werdet ihr die Fransen eventuell noch mal bei einer Bandshirt-Schönheits-OP wiedertreffen.)
 Ganz links, also dieses kupferfarben-blau gestreifte Monster da, ist meine Ravenclaw-Schal-Version zu sehen, dieses Mal sogar mit Fransen aus der kupferfarbenen Wolle.
          Die beiden Schals rechts sind sowas Geschwister, da ich sie beide nach dem in der Detailaufnahme gezeigten Lacemuster gestrickt habe. Leider ist mir der Blaue etwas misslungen und rollt sich ständig zu einer seltsamen Farbverlaufwurst ein.
 Außerdem habe ich mir noch aus petrolfarbener Kaschmirwolle einen Miniloop in Patent gestrickt, aber den habe ich auf die Schnelle nicht mehr wieder gefunden. 



Um dem Post noch anssatzweise so etwas wie Gehalt zu verleihen und die Sprache des Titels zu begründen, möchte ich euch dann zeigen, was ich meiner kleinen Schwester dieses Jahr zum Geburtstag geschenkt habe.

Wenn man genau hinguckt, sollte man hier eine aufgesetze Tasche erkennen können.

Obwohl ich mir fest vorgenommen hatte, dieses Mal rechtzeitig mit ihrem Geschenk anzufangen und den Stoff schon drei Monate vor ihrem Geburtstag in meinem Zimmer rumliegen hatte, ist die Londontasche doch erst in einem zwei-nächtigen Nähmarathon gerade pünktlich fertig geworden.
Der Außenstoff ist ein recht fester Dekostoff, das blaue Futter habe ich vom Markt am Maybachufer, während ich mir den Gurt nur von einer anderen Tasche geklaut und mit Cord und D-Ringen an der Tasche befestigt habe. Meine ursprüngliche Planung und sogar meine Stoffkäufe haben noch ein "Union Jack"-Patchwork als Klappengegenstück vorgesehen, aber dafür hat die Zeit nicht mehr gereicht.


Wer sich übrigens über die blau-weißen Streifen im Bildrand des ersten Photos gewundert haben sollte, dem sei dieses Bild ans Herz gelegt:



Tadaa, der Lieblingsthron meiner einen Katze, bestehend aus einem Stuhlkissenstapel, den wir mit einem ausrangiertem Badehandtuch abgedeckt haben. ;)


Dienstag, 16. Oktober 2012

UFO-Sichtung

Zu meinem Geburtstag hatte ich von meiner Mutter eine Wochenendreise nach Oslo geschenkt bekommen. Zwei Wochen später, genau genommen letzten Freitag relativ früh morgens, sind wir die dann auch endlich angetreten. Weil sich  in den Donnerstag dadurch auch noch ein bisschen Reisevorbereitung mit reingeschummelt hat, habe ich in der letzten Woche noch nicht mit dem Nähen des "Sleepy Hollow"-Tops begonnen, weil ich eh nicht viel geschafft hätte.
Stattdessen habe ich mich daran gemacht, meine UFO-Flotte (für Uneingeweihte: Unfertige Objekte) mal ein bisschen auszudünnen.

Einmal hatte ich im August mal einen Rock aus Stretchcord angefangen. Ohne einen richtigen Schnitt habe ich mir dann irgendwie ein Bündchen und ein Unterteil mit Hüftpassentaschen und Reißverschluß im Vorderteil zusammengebastelt. Angezogen sah das Unterteil allerdings ziemlich merkwürdig aus, und auch am Sattel hätte ich noch ein paar Zentimeter mehr dazugeben können. Also landete die ganze unansehliche Konstruktion in einer Tüte zusammengeknautscht in irgendeiner Ecke fernab meines Bewusstseins.
Bis zu den Herbstferien, in denen ich festgestellt habe, dass aus dem Reststoff nocheinmal das Hinterteil des Rocks, welches zum Vorderteil und zwei Keile zuschneiden konnte. Dann habe das Hinterteil und den Reißverschluß aus dem alten Fehltritt herausgetrennt, alles zusammen gesetzt,  einschließlich des RVs in der Seitennaht, D-Ring und Karabiner am Bündchen angebracht, beide Teile zusammengenäht, den Saum mit Satinband versäubert, fertig.


Der rote Streifen ist übrigens kein Unterhemd, sondern das Futter des Sattels, das immer ein bisschen hervorguckt.
Das Oberteil ist ein anderes UFO und war früher mal ein Blusenkleid und eines meiner Lieblingskleidungsstücke. Leider gingen die untersten Knöpfe jetzt immer auf und es passt auch nicht mehr wirklich zu meinem Stil, weshalb ich es einfach gekürzt und mit neuen Knöpfen ausgestattet habe. Unspannend, ich weiß. ;)

Dann konnte ich mich angesichts von 5° in Oslo und einem akuten Mangel schicker Handschuhe dazu aufraffen, endlich mal die Fäden der Stulpen, die ich schon in den Sommerferien nach dieser Anleitung gestrickt hatte, zu vernähen. Wegen der Farbwahl und weil ich ein paar Maschen mehr hätte anschlagen können, sind die Rippen leider genauso wenig verrückt wie erkennbar. Aber warm.



Meine Stipvisite in Oslo war übrigens total schön, wir hatten passendes Wetter (herbstlich, aber nicht nass) und die Sehenswürdigkeiten, die wir uns angesehen haben, waren alle sehr interessant. Außerdem habe  mir unter anderem ein Kleidungsstück, dass noch darauf wartet, umgearbeitet zu werden, und Tolkiens "Hobbiten" gekauft, und festgestellt, dass er Norwegisch hätte konstruieren können, um von Bilbos Abenteuer(n) zu erzählen.

Vigelandspark


Dienstag, 9. Oktober 2012

Der kopflose Reiter sattelt sein Pferd - Planungsphase

Der Stoff für das "Sleepy Hollow"-Oberteil trocknet gerade vom Vorwaschen, und ich weiß jetzt, was ich für einen Schnitt verwenden werde.


Für alle, die aus meinem Gekritzel und wundervoller Scanqualität nicht schlau werden:  Mein Plan ist es, Natrons Arabesque-Schnürtop als Grundschnitt zu nehmen, diesen aber stark zu kürzen, und dann in einem A-förmigen Unterteil enden zu lassen. Eventuell werde ich zwischen beiden Teilen noch ein Taillenstück aus einem schwarzen Reststoffe einbauen, den ich auch als Futter für das Bruststück benutzen werde.
 Was das entscheidendende Detail des Oberteil angeht habe ich mir zwei Möglichkeiten offen gelassen.

Variante A habe ich in der Zeichnung schon angedeutet. In diesem Fall würde ich mittels Stenciltechnik Schattenrisse der wichtigsten Figuren und Handlungsorte, gestreckt durch Bäume und Sträucher, am Saum anbringen.  Diese Darstellung würde natürlich den Stil des Filmplakats aufgreifen, würde aber wahrscheinlich daran scheitern, dass meine Stencils nie sehr ordentlich werden, und dadurch diverse Details verloren gingen.


Nicht durch den Scanner gejagt sehen die Skizzen besser aus. Ehrlich! ;)


Bei Variante B würde ich mehrere voneinander unabhängige Zeichnungen im oben angedeuteten Stil aneinander reihen, jeweils durch einen Vogelbauer mit darinsitzendem Kardinal voneinander abgrenzen und dann per Nitrofrottage auf den Stoff bringen. Allerdings muss ich mit dieser Technik erst noch einige Versuche machen, und ich bin mir nicht ganz sicher, ob der Zeichenstil so gut zum Film passt. Andererseits fallen mir solche Zeichnungen leichter, als die klare Linienführung, die zum Entwerfen der Schattenrisse notwendig ist. 

Ich bin mir im Moment noch ziemlich unsicher wegen der Saumverzierung und wäre für Meinungen und Denkanstöße sehr dankbar. (:


Sonntag, 7. Oktober 2012

Nicht perfekt, aber herbstlich

... ist meine Jacke letztendlich geworden:

(Über anfangs seltsame Bilder bitte nicht wundern, ich kämpfe im Moment noch mit Photobucket. Für unverfälschte Proportionen einfach anklicken! ;) )


Mein Gürtellängeplan ist also aufgeganen. (:











Innenansichten



Zu den Arbeitsschritten der letzten Tage möchte ich nur noch selbstmitleidig anmerken, dass sie dank Verarbeitungsschlampe Kunstfell und altersschwacher Nähmaschine nervtötend zeitraubend waren, weil ich viel, unter anderem zwei Quernähte am Bündchen, komplett von Hand nähen musste und das Fell extrem gefusselt hat. 

Aber jetzt bin ich schließlich fertig und trotz einiger Makel, zum Beispiel der Form der Kapuze, bei der ich irgendwas falsch gemacht haben muss, sehr zufrieden mit dem Ergebnis.
Die nächsten Herbststürme können kommen. ;)


Dienstag, 2. Oktober 2012

Graue Aussichten

 Damit das neue Geld vom Monatsanfang bloß keine Gelegenheit bekommt, Wurzeln zu schlagen, war ich heute an meinem zweiten richtigen Ferientag erst mal unterwegs, um etwas davon loszuwerden:



 Sooaahhh. 
Wollknäuel, eigentlich vorhanden sind davon vier Mal so viel,  und Stoff, der im Bild als graue Unterlage getarnt ist, hebe ich mir mal für einen späteren Punkt des Posts auf.
(Seht ihr, wie sich der Spannungsbogen anmutig erhebt? ;) )

Das Gewurschtel rechts in der Ecke sind jeweils 3 Meter schwarzer Spitze, deren Blumenmuster nicht auf den ersten Blick als solches erkennbar ist, und deshalb sofort mit nach Hause durfte, und seltsames blaues Schrägband mit Schnörkeln und Totenköpfen.


 Mittig könnt ihr dann noch einen ziemlichen Spontankauf bewundern: Nach einiger Wartezeit am Hermannplatz konnte ich schon deutlich meine U-Bahn herannahen hören, als mein Blick noch mal über die üppige Auslage des dortigen Kiosks streifte und plötzlich diese Geo-Special Ausgabe fand. Ich musste sie einfach haben. Die U-Bahn habe ich dann sogar noch gekriegt, ohne von ihren Türen zerquetscht zu werden.


Um jetzt mal meinen elegant aufgebauten Spannungsbogen vom Anfang mal wieder aufzugreifen und eine halbwegs flüssige Überleitung zu schaffen, gehöre ich eigentlich nicht zu der Sorte Mensch, die sinnlos Materialien hamstern, sondern kaufe nur gezielt für konkrete Projekte ein. Die Projektideen, die sich bei mir für den Oktober festgesetzt haben, sehen so aus:

1. Overkneestulpen alias Winterstrapse

Aha. Der Verwendungszweck für die graue Wolle ist also gefunden.



Die Wolle ist, wie unschwer auf dem Bild erkennbar, mit einer Auslegung für Nadelstärke 6 bis 7 schon sehr dick, aber ich will mit den Dingern schließlich noch fertig werden, bevor es ernsthaft kalt wird. Ob ich ein Loch- oder Knotenmuster verwenden werde, muss ich noch entscheiden.

2. "Sleepy Hollow"-Oberteil

Aus dem grauen Stöffchen, das ich leider nicht genauer klassifizieren kann, soll mal ein etwas längeres Oberteil mit Empire-Linie und "Sleepy-Hollow"-Schattenriss-Stencil werden. Über Schnittmuster und das genaue Motiv muss ich noch ein wenig Nachgrübeln. (Ich kaufe schließlich nur für konkrete Projekte ein. *ähem*)

3. Schaaaals!

In allen erdenklich Verarbeitungstechniken, Stilen und Farben. So viele möglich. Es wird schließlich Winter. 

(4. Geheimprojekt)

Wenn ich Zeit und ein bisschen Gnade übrig habe, werde ich es euch offenbaren und damit anfangen. 


Natürlich werde ich noch an meinen anderen beiden Projekten weiterarbeiten. Die Jacke ist jetzt aber schon soweit, dass es sich nicht lohnen würde, davon noch mal was zu posten, bevor sie fertig wird, und das Tuch schlummert gerade in einer dunklen Ecke, weil sich das Garn verheddert hat, und ich im Moment einfach keinen Bock habe, es wieder auseinanderzufriemeln.