Samstag, 29. Dezember 2012

Slytherin'sche Herbstmode

Auch wenn ich mir den angekündigten Post bezüglich Bildern und Details gespart habe: meine grünblauen Stulpen sind gestern fertig geworden.


Zu dem kaschmirhaltigen, grünen Wollrest, welcher ursprünglich als einziges Material gedacht war, hat sich spontan noch ein Rest schwarzer Merinowolle gesellt. Schließlich verwandelte sich die Wolle dann nach Jo Bangles' "Autumnal Mitts"-Anleitung von den gedachten Stulpen in reale, fingerlose Handschuhe.
Zwischenzeitlich kam mir noch der Gedanke auf, etwas Silbernes oder Graues mitzuverarbeiten, um die Slytherinfarbgebung mehr zu betonen. Allerdings habe ich diese Idee schnell wieder verworfen, weil mir das Ergebnis vermutlich zu zusammengewürfelt ausgesehen hätte.





Wegen der Verkürzung der Stulpen zu Handschuhen, habe ich mein ursprüngliches Ziel - Wollrestabbau - etwas verfehlt. Für das grüne Garn habe ich deshalb für das neue Jahr, bedauerlicher Weise, ein ganz und gar unaussprechlich schreckliches Schicksal bestimmen müssen.  ;)






Dienstag, 25. Dezember 2012

Ausgewichtelt

Da ich jetzt nicht mehr Gefahr laufe, irgendwelche Überraschungen zu versauen, zeige ich hier schon mal den ersten Haufen Weihnachtsgeschenke, der an die Familie ging. Eine zweite Runde für nicht familieninterne Geschenke folgt dann im Januar, wenn ich sie überreicht habe und Schrumpfmaschine und Weihnachtswichtelbartattrappe wieder im Keller vor sich hin stauben können. ;)

Für meine Schwester habe ich einen Gammelpullover aus beerenfarbenem Fleece und mit Katzenpfotenapplikation genäht, wobei ich mich ungefähr an die Raglanpulli-Anleitung  von NuS gehalten habe. Leider werde ich an dem Teil noch ein bisschen zu nähen haben, weil es einen Tick zu eng geworden ist. Die benötigte Mehrweite wird sich zwar noch aus den Nahtzugaben rausholen lassen, aber lästig ist die Aussicht allemal.


Der richtige  Farbton ist ein Mittelding aus beiden hier erkennbaren.

Gut passen tun allerdings  diese Socken, die ich für meine Mutter aus einem blauen Merino-mit-ein-wenig-Polytier-Garn mit schönem Blaufarbverlauf gestrickt habe, nachdem sie sich ständig über kalte Füße beschwert hatte. Und  Sockenmonster lassen sich damit auch hervorrand darstellen.  ;)





Beide haben von mir noch einen Gutschein für eine kleine "Auftragsarbeit" an mich bekommen. 



Mein Onkel samt besserer Hälfte als auch mein Opa bekommen bei Gelegenheit noch jeweils zwei selbst angesetzte Liköre, über die ich ja schon mal geschrieben habe. Weil besagter Onkel die angenehme
Eigenschaft besitzt, Tolkien zu mögen, war das Gestalten der Etiketten der für ihn bestimmten Flaschen recht spaßig, während es für meinen Opa etwas klassischer sein musste.
Etikettenaufschrift links: Bilbo Baggin's Plum Liqueur

Etikettenaufschrift rechts: Barliman Butterbur's Gingery Apple Whiskey 

Wir erinnern uns, ein Ansatz enthielt Whiskey, Äpfel und Ingwer, der andere Pflaumen, Kaffeebohnen und Vodka. In beiden Fällen schmeckt man die Aromen nicht wirklich heraus, aber unterm Strich bin ich ganz zufrieden mit meinen Ergebnissen.

Sogar unsere Katzen waren gestern ziemlich zufrieden: Schließlich standen eine Vielzahl von Bändern, Papierfetzen und leeren Kisten bereit, die sich zu Spielzeugen rekrutieren ließen.


Ich selber bin auch total hin und weg angesichts der Tatsache, auf was für passende Geschenke die Menschen um mich herum gekommen sind :)


Einmal hat meine Schwester meiner expandierenden Ohrringsammlung eine Unterbringung in Form dieses Schmuckkästchens geschenkt. Auf dem Deckel ist auf Kunstleder eine historisch (aussehende?) Weltkarte gedruckt. Es ist offiziell perfekt ;)
Bei der CD, man kann es nicht so gut erkennen, handelt es sich um Opeths "The Candlelight Years", ein Boxed Set, welches die ersten drei Alben der Band inklusive Bonustracks enthält. 


Eine andere coole Person hat sich dann noch meinem Harry-Potter-Fanatismus angenommen.

Und als Kirsche auf dem Sahnehäubchen dient schließlich meine neue Angestellte, Astrid, die Schneiderpuppe: 


Ich hatte gerade beim Frühstück noch davon gesprochen, mir in den Weihnachtsferien unbedingt noch eine Schneiderpuppe basteln zu müssen, und mich über die zweifelnde Reaktion geärgert...

Und zu guter Letzt: 
Frohe Weihnachten an euch alle. :)





















Donnerstag, 20. Dezember 2012

And The To-Do-List Goes Ever On And On

 Down from the door where it began.
Now far ahead the Road has gone

... nicht ohne  unerwarteter Kurven und Weggabelungen.

Diese schleichen sich beispielsweise beispielsweise, wenn man donnerstags Hobbit-Kinokarten für den Samstag reserviert, am Monatsanfang dem WWW mitgeteilt hatte, sich für die Gelegenheit ein passendes Oberteil nähen zu wollen, dann aber an einem bestimmten Donnerstag feststellt, eine Tasche eigentlich viel besser gebrauchen zu können als ein weiteres Oberteil. ;)

Aus dem T-Shirt in seinem Naturzustand hatte ich mir beim Kauf einen Rock mal wieder nach Natrons Shirt2Rock-Anleitung vorgestellt. Bei meinem ersten Versuch bekam der Sattel noch etwas Zusatzbreite durch zwei Längsstreifen aus dem seltsamen Buchhüllen-Jersey geschenkt. Irgendwie hatte mich das Muster des Stoffs an die Darstellung von Gewässern in schwarz-weißen Tolkien-Karten erinnert - gepasst hat das Teil letztendlich trotzdem nicht und wurde erst einmal eine Weile in ein dunkles Verlies in einem unbekannten Winkel meines Kleiderschranks gesperrt.

Dort musste dann niemand sehen, welche Form das undefinierbare Etwasangenommen hatte.


 Schließlich eilte dem hässlichen Kleidungsstück aber ein noch hässlicherer 3/4-Wildleder(imitat?)rock zur Hilfe.


Gemeinsam mit noch mehr von dem mit dem kamera-irritierend gemusterten Stoff und zwei D-Ringen vereinten sich beide dann zu einem Beutel:
 


In die Jersey-Konstruktion habe ich einfach ein ovales Stück Wildlederimitat als Boden eingesetzt und noch ein zweitteiliges Innenfutter eingesetzt, dessen oberer Teil aus letzterem Material besteht und mit einem Unterteil aus dem gemusterten Jersey verbunden ist.
Den provisorischen Gurt, eine kurzfristige Leihgabe meiner Kampftasche bis farblich passender Ersatz gekauft ist, habe ich an D-Ringen befestigt, welche wiederum durch Wildlederimitatstreifen an der Tasche fixiert sind.

Tiefe Einsichten

Beim Verstürzen der beiden Komponenten ist der kleine "Middle Earth"-Schriftzug auf der Rückseite der Tasche leider ganz buchstäblich   buchstäblich zu kurz   gekommen.



Alles in allem bin ich aber sehr zufrieden mit der Tasche.

Letztens brachte mir die Post dann noch das hier (bald kann ich mit meinem 100-Tage-Countdown anfangen!),

morgen ist Apokalypse mein letzter Schultag für dieses Semester, ich bin wahnsinnig gespannt, wie der Hobbit wird, meine persönliche Auslandskorrespondentin ist für die Ferien in Berlin und meine Weihnachtsgeschenke sind soweit, dass ich in der Nacht vor Heilig Abend sogar noch zum Schlafen kommen könnte. Momentan also alles Friede, Freude, Schneematsch bei mir ;)


Sonntag, 2. Dezember 2012

Rüschen auf der schiefen Bahn

Noch mal ein kleiner Nachschub bezüglich meiner Novemberpläne:
Am Freitag habe ich noch schnell einen Rock genäht, der sich grob an Natrons Shirt2Rock-Anleitung orientiert. Der obere Teil meines Rocks war mal eine Hose, die ich schräg abgeschnitten habe, und bei der zweiten Stufe, ehemals eine braune Tunika, habe ich mich dann wieder an die Anleitung gehalten.

  

Allein durch die Rüschen, die Schräge und die Länge wirkt der Rock für meine Verhältnisse finde ich sehr verspielt, aber das Hosenoberteil entschärft das Ganze wieder ein wenig.
 
Als gestern Sachen rausgesucht habe, die ich zu dem Ding anziehen kann, bin ich übrigens auf meinen ersten Versuch im Knotenmusterstricken gestoßen, die ich glaube ich noch nicht gezeigt habe:



Die Wolle habe ich irgendwann mal reduziert bei Karstadt gekriegt, leider ohne mich um den sehr hohen Kusntfaseranteil zu kümmern.



Ansonsten muss ich mein "Sleepy Hollow"-Top schon wieder in den nächsten Monat mitschleppen, dieses Mal sind fehlendes Kohlepapier und mangelnde Motivation, Neues zu holen, daran Schuld.

Für den Dezember habe ich mir trotzdem noch etwas vorgenommen:

1. "Mittelerde"-Oberteil

Ich will mir den Hobbit schließlich angemessen gekleidet angucken. ;)
Anfang des Jahres hatte ich mir mal dieses T-Shirt gekauft, um es umzunähen. Hab ich auch versucht, aber mächtig verhauen. Zur Rettung des Tops sind bisher nur ein hässlicher, langer Rock aus braunem Wildleder und keine einzige gute Idee geeilt. Mal gucken, was daraus noch wird.

2. Kurze (Arm)Stulpen aus petrolfarbener Kaschmirwolle

Habe schon die ersten Reihen gestrickt, und werde die nächsten Tage, sobald das Licht so mitspielt, dass ich vernünftige Photos aufnehmen kann, mal einen Post mit mehr Details darüber machen. 















Dienstag, 27. November 2012

Keep it secret, keep it save!

Zwei hervorragende Beschützer gegen Nässe und alle möglichen bibliophoben Gegenstände, die so in meinen Taschen rumfliegen, haben meine Bücher in den zwei größenverstellbaren Buchhüllen gefunden, die ich mir letzens aus meiner UFO-Kiste heraus gegriffen habe, um sie endlich mal fertig zu nähen.
Im Prinzip sind es pro Buchhülle nur zwei Rechtecke, einmal mit Karo- bwz. Tartanmuster und dann noch einmal aus Jersey vom Türkenmarkt mit seltsamen psychedelischem Muster, das sich verdammt schlecht photographieren lässt, Schrägband um die Kanten und ein bisschen Kleinkrams, der genäht werden musste.

Aber... irgendwie hatte mich mir in den Kopf gesetzt, alles ausschließlich von Hand zu nähen und auf die größere Buchhülle noch farbige Akzente zu sticken, dann musste ich noch Knebelknöpfe besorgen, und schließlich zog sich das ganze Unternehmen etwas und geriet erst mal in Vergessenheit.

Für die Größenverstellbarkeit habe ich mir zwei verschiedene Umsetzungsmöglichkeiten ausgedacht: 
Wie man auf dem Bild links erahnen kann, habe ich bei dem größeren Exemplar einfach an jede Ecke eine Schlaufe aus Wollresten befestigt und den Längskanten je zwei mal drei Knöpfe angebracht. Die Ecken klappt man dann zwischen Buchdeckel und Seiten, befestigt die Schlaufe je nach Größe des Buchs an einem der Knöpfe und fertig. ;)
Die kleinere Buchhülle funktioniert nach einem ähnlichen Prinzip, nur das ich  Haken und Augen verwendet habe. 



Weil die Buchhüllen ursprünglich als Teile einer Leselotte gedacht waren (den ich vielleicht irgendwann möglicherweise mal doch noch umsetzen wollen könnte), habe ich noch Bänder zu Fixierung der Seiten miteingenäht, um vollends dekadent die Hände nur noch zum Umblättern benötigen zu müssen. ;)
Auch hier unterscheiden sich die beiden Buchhüllen geringfügig. Während ich für die Kleinere einfach die Träger eines alten BHs wiederbelebt habe, habe ich für die Größere in ein Gummiband dessen Länge sich mittels eines verschiebbaren Knotens regulieren lässt.

Ansonsten schlage ich mich in meiner Weihnachtswichtelgestalt mit Pailletten, verknoteter Sockenwolle und Kalligraphie herum, mache kaum Fortschritte und beginne mich zu fragen, ob ich mich nicht verdreifachen sollte, um in vier Wochen noch damit fertig zu werden. Und vor meiner Haustür drücken sich fast jeden Morgen regelrechte Nebelmeere herum, um mir eine ausreichend inspirierende Atmosphäre zu garantieren ;)



 


Sonntag, 25. November 2012

Sleepy Hollow Picture Show - Zwischenstand

So wahnsinnig viel ist seit dem letzten Post mit meinem Sleepy-Hollow-Top ja nicht passiert.

Die Stickereien um die Ösen sind jetzt fertig (Detailaufnahmen bekommt ihr, wenn ich mit dem Teil vollständig fertig bin), Schnürung ist eingefädelt und eine Kontrastblende aus einem Cord-Rest von meinem UFO-Rock hat sich auch noch dazu gesellt.




Auch der Riemen auf der Kontrastblende ist Resteverwertung: Während der Riemen selbst von einer alten Hosen stammt, und ursprünglich mit Karabiner daran befestigt wurde, ist die Schnalle mir mal von einem Gürtel abgerissen. (Den es gratis zu Hotpants von Collosseum gab. Gnarf. Beim fünften Mal brav in die Schule ausführen sind die ersten Nähte kaputt gegangen.)
Wie dem auch sei, ich fand in den Riemen ganz praktisch, weil das, was von fernem wie graue Flecken aussieht, tatsächlich Fledermäuse sind:


Um jetzt zu den Namenspatronen des Post zu kommen, habe ich meine Vorzeichnungen für das Stencil am Saum größtenteils fertig gestellt.
Falls ihr noch was daran zu meckern habt, raus damit, sobald die Motive auf dem Stoff sind, ist es zu spät ;)
Jap, die Hinterbeine werden noch kleiner gemacht.


Diese einzelnen Fragmanete werde ich jetzt noch in einer niedlichen kleinen Hügellandschaft anordnen, sie dann mittels Kohlepapier auf Buchbinderfolie übertragen, und *insert Stencilarbeitsschritte*. 


Sonntag, 11. November 2012

SNH. SNH. SNH.

Oder auch: Leomuster-Wiedergutmachungspost für eine Freundin. ;)

Gemeinsam hatten wir uns letztes Jahr nämlich aus Fimo, Draht, einer Klopapierrolle, Jerseyresten und ein bisschen Farbe den Rattentod aus Terry Pratchetts Scheibenwelt zusammen gebastelt:



Dabei haben wir die Arbeit sogar ziemlich gleichmäßig verteilt: sämtliche Pfoten und der Schwanz sind fremde Federn, während Schädel, Sense und Kutte auf meine Kappe zu schreiben sind. Leider ist der Grim Squeaker etwas wackelig auf den Pfoten und neigt dazu, sich ständig in seine Einzelknochen zu zerlegen.

Und wo wir gerade bei niedlichen Skeletten sind, kann ich euch diesen alten Disney-Kurzfilm einfach nicht vorenthalten:



Und, an welches Grieg-Stück erinnert euch die Musik? ;)


Freitag, 9. November 2012

Tierversuch

... an einem aus Oslo importierten Leoparden.



Das  Monster hing noch in einer Umkleide, in der ich etwas anderes anprobiert habe, war reduziert, passte zu meinem Fernziel, meinem Kleiderschrank ein bisschen mehr Farbe unterzumogeln und hat mich somit förmlich zu dem Versuch provoziert, es in etwas Tragbares zu verwandeln.

Für den Schnitt habe ich wieder meine Ottobre Woman 5/12 verwendet, dieses Mal die Hemdbluse Nr. 7   in leicht abgewandelter und gestümperter Form. Anschließendd habe ich noch mal ganze drei Euro in einen Stoff für den Oberteil der Bluse investiert* und die Knopfleiste aus den Überbleibseln meiner gekürzten UFO-Bluse  herausgetrennt, dann habe ich mich hinter meine Nähmaschine geklemmt und schließlich lichteten sich die Qualmwolken und es erschien das hier:

Solche Gesichtsausdrücke entstehen, wenn man dem gehetzten 
Photographen noch sagen muss, was eigentlich auf's Bild soll. ;)

Applizierte Knopfleiste

Ein Experiment ist die Bluse in gewisser Weise, weil... sie ein Leomuster hat, und  ich Leomuster eigentlich  gar nicht leiden kann. Allerdings hat gerade die natürliche Grauseligkeit dieses Musters in mir den Ehrgeiz geweckt, auszuprobieren, ob ich es in ein halbwegs ansehnliches Kleidungsstück integrieren kann, dass nicht nach Emo, Schlampe oder beidem zusammen aussieht. Momentan bin ich mir noch nicht ganz sicher, inwiefern mir das gelungen ist. Mal schauen, ob ich nach ein paar Mal tragen zu einem Ergebnis kommen ;)

 * Kleiner Berlin-Tipp: Den Stoff habe ich auf dem Crellemarkt gekauft, einem beschaulichen türkischen Wochenmarkt inklusive einiger Stoff- und Kurzwarenstände, der immer mittwochs und samstags an der
Crellestraße/Großgörschenstraße, in der Nähe vom Bahnhof Yorckstraße, stattfindet. Im Gegensatz zum Maybachufer ist der nicht so überfüllt und weniger touristenorientiert (z.B. gibt es keine Schmuckstände), hat aber auch nur eine kleinere (und weniger exotische) Bandbreite an Stoffen anzubieten. Wenn man seine Vorräte an Standardstoffen also günstig auffrischen will, eine gute Alternative zum Maybachufer.


Donnerstag, 1. November 2012

Kopflos geht es weiter

Auch im November. Dieses Mal im Kleinformat, weil ich in einer Klausurenphase mit ohnehin schon zwergischer Lernmotivation mir so wenig potentielle Ablenkungen schaffen möchte wie möglich.

1. "Sleepy Hollow" - Top, zweite Runde


Außerdem existieren bereits die Vorzeichnungen für ein Großteil der Motive.
Ich muss noch 16 Ösen im burtonesque unregelmäßigen, verzierten Stil umsticken muss (meine Vorstellung wollte es so), dass Unterteil nähen, eine Stenilattacke durchführen und das Ganze zusammensetzten, bevor der Reiter sich wieder friedlich in sein Grab legen kann. ;)

2. UFO- und Readymade-Abbau


Ich habe noch eine ganze Reihe von wartenden Textilpatienten, die dringends eine Generalüberholung benötigen.


Zu meiner Verteidigung, was die Länge der Liste betrifft, muss ich nochmal auf meinen neuen Nebenjob als Weihnachtswichtel hinweisen, der um Spionage vorzubeugen nur gelegentlich einen Post abbekommen wird. ;)

Sonntag, 28. Oktober 2012

Hallo, Frau Langstrumpf!

Noch ein Häkchen für meine Oktober-Vorhaben-Liste, meine überlangen Stulpen sind nämlich fertig geworden.

Keine Sorge, meine Beine sind noch vollkommen intakt ;)


Die Teile haben sich ziemlich schnell gestrickt, wenn man mal die Zeit abzieht, in der ich Motivation für den zweiten Stulpen sammeln musste. Bei der benötigten Wollmenge hat die Beratung im Laden allerdings reichlich daneben gehauen: letztendlich habe ich vier Knäuel von insgesamt acht verstrickt, und noch etwa drei Meter vom Fünften benötigt. Was ich aus dem fünften Rad am Wagen mache, muss ich mal gucken, die anderen drei lassen sich glücklicherweise umtauschen.
Das Muster der Stulpen, was sich auf dem zweiten, überbelichteten Bild leider nicht so gut erkennen lässt, wie ich es gehofft hatte, wiederholt sich auf der Rückseite, wobei beide Einheiten durch zwei Blöcke linker Maschen getrennt sind.  Es besteht schräg verlaufenden Schrägen, die symmetrisch um eine Mittelachse angeordnet sind. 
Beide Abschlüsse habe ich abwechselnd links-rechts gestrickt, und am oberen Bündchen von Hand ein Gummiband eingenäht, damit die Teile nicht durch ständiges in-Richtung-der-Kniekehle-Rutschen nerven.

Außerdem habe ich mich dieses Wochenende zum ersten Mal in diesem Jahr meine Schrumpfmaschine und die weiße Vollbartattrappe verwendet, um Julenisse zu spielen: 

1. Reihe v.l.n.r.: Pflauem, Kaffeebohnen, Ingwer, süßlicher Apfel
2. Reihe v.l.n.r.: Wodka, Bourbon-Whisky
3. Reihe: ausreichend (in diesem Fall über-)große Gefäße

Für einen Teil meiner Verwandschaft setzte ich dieses Jahr nämlich Likör nach diesem Grundrezept  an. 
Hat mich gestern eine gute Stunde schnippeln, hacken und schütten gekostet, jetzt muss ich noch mal einen bzw zwei Monate einfach nur warten, dann kann die Liköre filtrieren, abfüllen und verschenken.